Lokales VB 11.03.2026

Bürgermeisterwahl in Lauterbach – Kandidatin Katharina Jacob

Lauterbach (gü) – In Lauterbach findet am Sonntag zeitgleich zur Kommunalwahl auch die Bürgermeisterwahl statt. Für die Partei Die Linke geht Kandidatin Katharina Jacob ins Rennen. Die 59-Jährige wohnt in Lauterbach und ist verheiratet.

Katharina Jacob. Foto: Martin Krauß.

Jacob studierte zunächst allgemeine Literatur- und Sprachwissenschaften, soziokulturelle Anthropologie (Hauptfächer) und Afrikaans (Nebenfach) bei der University of South-Africa (Fernstudium) und schloss mit Bachelor of Arts ab, dann folgte ein Studium der Anglistik und Germanistik in Hannover, abgeschlossen mit Magister. Sie arbeitete als freie Journalistin und zwei Jahre (Zeitvertrag) als Leitung des Stadtarchivs in Alsfeld sowie freiberuflich im Archivwesen. Seit 2009 ist Jacob Lehrerin für Englisch und Deutsch in den Klassen 9 bis 13 an der Rudolf-Steiner-Schule in Loheland.

 

Sie möchten Bürgermeisterin von Lauterbach werden, weil…

„...mir die Lokalpolitik großen Spaß macht, und weil wir der CDU nicht ohne Widerstand das Feld überlassen wollten.“

 

Drei Hauptthemen des Wahlkampfs, die umgesetzt werden sollen:

„soziale Gerechtigkeit, Klimagerechtigkeit / Naturschutz, Transparenz / Schutz der Demokratie hier vor Ort“

 

Was läuft in Lauterbach bereits gut?

„Wir haben zwei Musikschulen, ein Kulturzentrum (die Kulturspinnerei), eine Stadtbücherei, ein Freizeitzentrum, einen „Raum für Alle“, in dem man sich auch dann treffen kann, wenn man nicht viel Geld zum Konsumieren hat, ein preisgekröntes Programmkino (das Lichtspielhaus); Querungshilfen für Fische und Wassertiere in der Lauter werden gebaut. Lauterbach ist Klimakommune. Der Fluss, der durch die Stadt fährt, ist ein Lebensraum für geschützte Arten wie den Eisvogel und das Bachneunauge. In den Wäldern um Lauterbach herum kann man wandern, es gibt geschützte Gebiete für Arten wie den Eremiten. Es gibt ein Tierheim.“

 

Wo sehen Sie noch Verbesserungsbedarf?

„Die obige Kultur kann immer noch besser gefördert werden, auf den Umweltschutz muss man immer wieder ein Auge haben. Wo möglich, sollte Boden entsiegelt werden, die Lichtverschmutzung kann noch vermindert werden (Keine Scheinwerfer, die in die Erde eingelassen sind, keine Beleuchtung von Gebäuden in der Nacht etc.), Verpflichtungen als Klimakommune sollten konsequenter durchgeführt werden. Eine Katzenschutzverordnung sollte erstellt werden, sie würde das Tierheim entlasten.“

 

Sie mögen Lauterbach sehr gerne, weil…

„...hier Kultur und Natur aufeinander treffen, weil man hier sehr gut wohnen kann, kleine Läden das Einkaufen erleichtert, Kneipenszene und Gastronomie lebendig sind, und ein Programmkino sowie zahlreiche Kulturschaffende aller Art für Inspiration und bereichernde Erlebnisse sorgen. Das Vereinsleben schätze ich sehr und bin auch Mitglied in zahlreichen Vereinen. Außerdem wandere ich gerne und beobachte die Natur. Auch das ist hier möglich.“

 

Zehn Fragen

1. Urlaub: Berge oder Strand?

Meist Berge.

2. Auto oder ÖPNV?

Bin fast immer zum Autofahren gezwungen, weil die Öffis nicht ausreichen.

3. Theater oder Kino?

Live-Übertragung von Theater im Kino. 

4. Frühaufsteher oder Nachteule?

Fledermaus.

5. Lieblingsort in der Stadt:

Die Lauter.

6. Lieblingsessen:

Spaghetti mit Tomatensoße

7. Lieblingsmusik:

Darkwave

8. Vorbild:

Die Aktivist*innen aus dem Dannenröder Wald, weil mutig und gewaltfrei.

9. Bier oder Wein:

Apfelschorle.

10. Haustier, ja oder nein?

Pfleglinge (Fledermäuse).

 

Mit Katharina Jacob, Domenico Garrubba (parteilos), Albert Krumm (parteilos), Holger Marx (CDU) und Daniel Schmidt (Grüne) treten insgesamt fünf Personen bei der Bürgermeisterwahl in Lauterbach an.