Krumm schloss eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und anschließend die Weiterbildung zum Diplom-Verwaltungswirt ab. Er arbeitete als unabhängiger Versicherungsvermittler und Immobilienmakler und trat in den Polizeidienst an, heute arbeitet er als Polizeibeamter.
Sie möchten Bürgermeister von Lauterbach werden, weil…
„...ich nicht länger zuschauen will, wie Chancen ungenutzt bleiben. Unsere Stadt steht vor wichtigen Entscheidungen, finanziell, strukturell und gesellschaftlich. Dafür braucht es jemanden, der Verantwortung übernimmt und auch unbequeme Themen anpackt. Ich kandidiere nicht, um ein Amt zu tragen, sondern um es auszufüllen. Nicht um zu verwalten, sondern um zu gestalten. Lauterbach kann mehr und ich will meinen Beitrag leisten, damit wir dieses Potenzial nutzen. Jetzt ist nicht die Zeit für Zaudern, sondern für Entscheidungen.“
Drei Hauptthemen des Wahlkampfs, die umgesetzt werden sollen:
„Erstens: finanzielle Stabilität. Ohne solide Finanzen sind alle politischen Ziele gefährdet. Wir brauchen klare Prioritäten, effiziente Strukturen und eine wirtschaftsfreundliche Entwicklung, die Einnahmen stärkt.
Zweitens: Familien und Zukunft. Gute Kinderbetreuung, bezahlbarer Wohnraum und starke Rahmenbedingungen für junge Menschen entscheiden darüber, ob Lauterbach wächst oder stagniert.
Drittens: eine moderne, leistungsfähige Verwaltung. Schnellere Abläufe, mehr Transparenz und konsequente Digitalisierung, damit Entscheidungen zügig und nachvollziehbar getroffen werden.
Ich will mich auf wenige, zentrale Ziele konzentrieren und dort messbare Fortschritte erreichen.“
Was läuft in Lauterbach bereits gut?
„In Lauterbach läuft vieles gut. Wir haben engagierte Vereine, ein starkes Ehrenamt und Menschen, die Verantwortung übernehmen. Dieser Zusammenhalt ist ein echtes Fundament unserer Stadt. Auch die Infrastruktur bietet gute Voraussetzungen: von Schulen über medizinische Versorgung bis hin zu mittelständischen Betrieben, die Arbeitsplätze sichern. Darauf können wir aufbauen. Mir geht es nicht darum, Bestehendes schlecht zu reden, sondern Potenziale weiterzuentwickeln. Lauterbach hat Substanz und jetzt dürfen wir sie strategisch stärken und zukunftsfest machen.“
Wo sehen Sie noch Verbesserungsbedarf?
„Verbesserungsbedarf sehe ich vor allem bei den Finanzen, in der Geschwindigkeit von Entscheidungen und in der strategischen Ausrichtung. Ein wachsendes Defizit schränkt unseren Handlungsspielraum ein, hier brauchen wir klare Prioritäten. Zudem dauern Prozesse oft zu lange. Verwaltung muss effizienter und transparenter werden. Digitalisierung darf kein Schlagwort bleiben, sondern muss Abläufe wirklich vereinfachen. Und wir müssen stärker vorausdenken: Wie entwickeln sich Wirtschaft, Wohnraum und Stadtteile in den nächsten zehn Jahren? Mein Anspruch ist, nicht nur zu reagieren, sondern rechtzeitig zu gestalten.“
Sie mögen Lauterbach sehr gerne, weil…
„...diese Stadt Charakter hat. Hier zählt nicht Schein, sondern Haltung. Menschen engagieren sich, übernehmen Verantwortung und stehen füreinander ein, sei es im Verein, im Ehrenamt, im Alltag. Für mich ist Lauterbach nicht nur ein Ort, sondern Heimat. Hier kenne ich die Gespräche auf der Straße genauso wie die Herausforderungen hinter den Kulissen. Ich schätze die Direktheit und Bodenständigkeit der Menschen. Genau das passt zu mir. Lauterbach ist ehrlich und ich möchte dazu beitragen, dass diese Stadt selbstbewusst und zukunftsorientiert bleibt.“
Zehn Fragen
1. Urlaub: Berge oder Strand?
Beides
2. Auto oder ÖPNV?
Auto
3. Theater oder Kino?
Beides
4. Frühaufsteher oder Nachteule?
Beides
5. Lieblingsort in der Stadt?
Café
6. Lieblingsessen?
Fleisch und Salat
7. Lieblingsmusik?
Situationsbedingt
8. Vorbild?
Michael Jordan
9. Bier oder Wein?
Weder noch
10. Haustier, ja oder nein?
ja
Mit Albert Krumm, Domenico Garrubba (parteilos), Katharina Jacob (Linke), Holger Marx (CDU) und Daniel Schmidt (Grüne) treten insgesamt fünf Personen bei der Bürgermeisterwahl in Lauterbach an.
