Im Bewegungscheck werden überwiegend motorische Fähigkeiten geprüft. Zum Auftakt in der Sporthalle der Fuldaer Bonifatiusschule wurde schon geschwitzt, um eigene Bestleistungen abzurufen. Dabei durchliefen die Zweitklässler in Gruppen verschiedene Übungen, wie beispielsweise Weitsprung, Sprints, Weitwurf oder Sit-Ups. Während den Übungen feuerten sich die Kinder gegenseitig an.
Nach Abschluss des Bewegungschecks erhalten die 2200 Kindern eine Urkunde, die die Begabungen aufzeigt und Empfehlungen für Sportarten ausspricht. Etwa 200 Teilnehmern wird zusätzlich über zwei Monate ein Sportprogramm angeboten. „Die Kinder sind leistungsfähiger und motorischer als der Durschnitt“, freute sich Programmleiter Prof. Dr. Andreas Hohmann von der Universität Bayreuth. Während bundesweit die Leistungsfähigkeit leicht zurück ginge, bewege sie sich im Landkreis und der Stadt Fulda horizontal.
Nach mittlerweile 16 Jahren Fuldaer Bewegungscheck konnten über 30.000 Kinder getestet werden. „Wir sind stolz, dass das Programm seit 16 Jahren läuft. Wir sind zuversichtlich, es weiterhin gut umzusetzen und in die Zukunft führen zu können“, sagte Fuldas Bürgermeister Dag Wehner. Ebenfalls begeistert von der großen Datenbank zeigte sich der Erste Kreisbeigeordnete Frederik Schmitt. „Das sind etwa 15 Prozent der Kinder des gesamten Kreises“. Der Bewegungscheck unterstütze die Kinder und biete ihnen und den Eltern valide Empfehlungen für verschiedene Sportarten. „Wir fördern nicht nur Talente, sondern bieten auch die Möglichkeit der Bewegungsförderung an“, ergänzte Schmitt. Der Bewegungscheck ist insbesondere auf die Gesundheitsförderung ausgelegt und wurde in den vergangenen Jahren weiterentwickelt und verbessert – besonders in die Richtung der schwächsten zehn Prozent.
Nach der Corona-Pandemie seien die Ergebnisse der Kinder leicht gesunken, jedoch nicht so erheblich wie befürchtet. „Während der Pandemie wurde es etwas schlechter als davor, dies habe sich aber relativ schnell angeglichen“, berichtete Schmitt. Ebenfalls vor Ort waren Organisatorin Emily Fischer, Dr. Max Siener aus dem Team der Uni Bayreuth, Richard Hartwig von der Sparkasse Fulda, Harald Piaskowski vom Sportkreis Fulda-Hünfeld und Cornelia Hintz von der vivida bkk.
