Auf dem Programm standen besondere außerschulische Lernorte: Der Besuch der Bait-ul-Hameed-Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde sowie der Besuch der jüdischen Gemeinde mit ihrem Gebetsraum und einem spannenden Museum inklusive Bibliothek. Ziel war es, den Kindern einen authentischen Einblick in religiöses Leben zu ermöglichen – jenseits von Schulbuchwissen. In beiden Gemeinden wurden die Klassen herzlich empfangen. Engagierte Gemeindemitglieder nahmen sich viel Zeit, um den jungen Gästen ihre Gotteshäuser zu zeigen und religiöse Bräuche anschaulich zu erklären. Dabei konnten die Kinder nicht nur die Besonderheiten der Gebäude entdecken, sondern auch unterschiedliche Gebetsformen kennenlernen und mehr über Glaubensregeln erfahren.
Besonders beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von den kindgerecht aufbereiteten Führungen. Komplexe Inhalte wurden verständlich und lebendig vermittelt, sodass die Kinder mit großem Interesse bei der Sache waren. Immer wieder meldeten sie sich mit neugierigen Fragen zu Wort – etwa zu Ritualen, Festen oder dem Alltag gläubiger Menschen. Geduldig und offen wurden diese Fragen beantwortet, sodass viele Unsicherheiten und Vorurteile abgebaut werden konnten. Ein zentrales Thema der Besuche war auch der Vergleich der Religionen. Gemeinsam wurden Unterschiede, aber auch viele Gemeinsamkeiten zwischen Judentum, Islam und Christentum herausgearbeitet. So wurde den Kindern deutlich, dass die sogenannten abrahamitischen Religionen mehr verbindet, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Mit vielen neuen Eindrücken und einem erweiterten Verständnis für religiöse Vielfalt kehrten die Klassen schließlich in die Schule zurück.
Die interreligiöse Entdeckungsreise ist damit jedoch noch nicht abgeschlossen: Zu einem späteren Zeitpunkt sind weitere Besuche geplant – diesmal in den benachbarten christlichen Kirchen St. Paulus und der Bonhoeffergemeinde. So soll das Bild weiter vervollständigt und der respektvolle Dialog zwischen den Religionen nachhaltig gefördert werden
