Fußball 03.03.2026

B-Liga West – Kumpels übernehmen Frischauf – Heißer Tanz im Mai

Fulda (pf) – Neues Trainerteam für den Spitzenreiter der Fußball-B-Liga West: Nachdem Cenk Er und Mustafa Yildiz als neue Übungsleiter in Pfordt für den Sommer vorgestellt worden sind, hat die SG Frischauf Fulda auf der Trainerposition reagiert und das Duo mit Kevin Schüler und Onur Dasar intern ersetzt. Das Wort Meisterschaft nimmt der Tabellenführer aber noch nicht in den Mund, obwohl auch viele Neuzugänge geholt wurden.

Die neuen Coaches und Zugänge der SG Frischauf Fulda (hinten von links): Onur Dasar (Trainer), Elias Bauersachs (GFC Dynamo Hünfeld), Norman Ehm (GFC Dynamo Hünfeld), Attila Topal (SC Borussia Fulda), David Linker (TSV Neuenberg), Luca Preis (SV Welkers), Kevin Schüler (Trainer), sowie (unten von links) Maxime Tiawe, Hassan Noori, Mamoudou Jallo (alle GFC Dynamo Hünfeld). Foto: Verein

Vorweg möchte Frischauf-Vorstand Benjamin Möller dem ausgeschiedenen Trainerduo Er/Yildiz für die Arbeit danken – immerhin führten sie die SGF über die Winterpause auf Rang eins, wenngleich die Konkurrenz noch Nachholspiele hat. „Wir sind dankbar, dass sie auch damals in der Situation übernommen hatten, und wünschen ihnen alles Gute“, betont Möller. Nachdem beide in Pfordt zugesagt hatten, habe die SG Frischauf reagiert und frischen Wind für die Restrunde gebraucht: Kevin Schüler und Onur Dasar waren die erste Wahl, waren ohnehin schon Spieler bei der SGF und mussten nicht lange überlegen. „Sie haben einen guten Draht zu den Jungs und übernehmen das bis Sommer, dann wollen wir uns nochmal zusammensetzen“, sagt Möller.

Kevin Schüler selbst hat eine Vergangenheit als Trainer und sah es als „Pflicht“ an, zu helfen: „Ich habe genauso einen guten Draht zum Vorstand und bin mit Onur privat sehr gut befreundet. Wir haben in der Jugend in Bronnzell schon zusammengespielt“, ergänzt der neue Coach: „Leider haben sich unsere Wege zwischenzeitlich getrennt, aber wir teilen die Arbeit gleichmäßig auf und wollen an einem Strang ziehen“.

Für die Restrunde gab es außerdem neues Personal: Acht Zugänge vermeldet Schüler, der in der Pause unzählige Gespräche geführt habe. Das Problem: Da die meisten erst nach Ende der Wechselperiode in trockenen Tüchern waren, müssen sie noch die Wartefrist absitzen und können teilweise erst im April oder Mai spielen. Daher stapelt Frischauf auch als Tabellenführer nicht zu hoch: „Zu Saisonbeginn war Petersberg II mit der guten Jugendarbeit schon mein Favorit auf die Meisterschaft“, sagt Schüler, der vermutet, dass es oben einen Vierkampf zwischen dem RSV, Frischauf, Eichenzell II und Johannesberg/Borussia Fulda II geben wird. „Da brauche ich nicht zu sagen, dass wir Vierter werden wollen. Aber Platz drei ist mein Ziel – und eine Relegation mit diesem Umfeld wäre in der B-Liga etwas Einmaliges“, so Schüler. Das Wort Meisterschaft wolle er nicht in den Mund nehmen: „Wir müssen erstmal Woche für Woche unseren Vorsprung verteidigen, und werden uns natürlich wehren. Aber ohne die Neuzugänge ist das schwer, weil wir auch wichtige Abgänge haben und mit Reservespielern die Lücken füllen“. Eins könnte jedoch zum berühmten Ass im Ärmel werden: Johannesberg/Borussia kommt am 3. Mai an den Wachtküppelweg, Eichenzell am 17. Mai und Petersberg am 31. Mai – zum großen Finale. Diese Heim-Serie gegen die direkte Konkurrenz könnte entscheidend im Titelkampf sein – zumal dann alle Neuzugänge von Schüler spielberechtigt sind.