Lokales HEF 04.03.2026

Arbeitsmarkt im Februar: Arbeitslosigkeit steigt saisonal bedingt

Bad Hersfeld/Fulda (pm/pf) – Die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen ist im Februar gegenüber dem Vormonat leicht angestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen liegt zum Ende des Monats bei 8.452 und somit um 130 höher als im Januar. Die Arbeitslosenquote verblieb bei 4,3 Prozent und ist noch immer die niedrigste in Hessen (Hessendurchschnitt 6,1 Prozent).

Katharina Henkel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Foto: Nicole Dietzel, dinias Fotografie

Der für die Wintermonate nicht untypische Anstieg der Arbeitslosigkeit betrifft nahezu alle Personengruppen, insbesondere Menschen unter 25 Jahren (+9,6 Prozent auf 1143). Auch im Vergleich zum Vorjahr sind jüngere Personen überproportional von der Steigerung betroffen.

Insgesamt stieg die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda binnen eines Jahres um 525, bzw. 6,6 Prozent an.

„Auch weiterhin verfügen viele der bei der Agentur arbeitslos gemeldeten Menschen nicht über eine abgeschlossene Ausbildung. Ein wichtiger Hebel ist daher die Weiterbildung“, erklärt Katharina Henkel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda.

Trotz der schwächeren Konjunktur bestehen gute Chancen auf die Aufnahme einer Beschäftigung, besonders für ausgebildete Fachkräfte. Dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur liegen in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg insgesamt 2.291 Stellen zur Besetzung vor. Das sind 99 mehr als im Februar vergangenen Jahres. Agenturchefin Katharina Henkel sieht eine große Herausforderung in der Deckung des Fachkräftebedarfs. Sie rät Arbeitgebenden, möglichst alle Potenziale auszuschöpfen, und rückt eine Personengruppe besonders in den Fokus: „Warum nicht einen Menschen mit einer Behinderung einstellen? Manchmal reicht ein spezieller Stuhl oder eine besondere Software, um eine körperliche Beeinträchtigung auszugleichen. Es geht darum, Lösungen zu finden – gemeinsam mit uns.“ Die Agentur für Arbeit unterstützt Unternehmen bei der Suche nach Lösungswegen für die Beschäftigung von Menschen mit Handicap. Ansprechpartner gibt es in beiden Landkreisen (s.u.).

 

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den Landkreisen verlief unterschiedlich:

 

Der Arbeitsmarkt im Februar 2026 im Landkreis Fulda

Arbeitslosigkeit steigt saisonal bedingt / Fachkräftebedarf weiterhin hoch

Die Arbeitslosigkeit in der Region Fulda ist im Februar gegenüber dem Vormonat leicht angestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen liegt zum Ende des Monats bei 5288 und somit um 53 höher als im Januar. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 4,1 Prozent (Vormonat: 4,0 Prozent, Vorjahr: 3,9 Prozent). Sie ist noch immer die niedrigste in Hessen (Hessendurchschnitt 6,1 Prozent).

Der für die Wintermonate nicht untypische Anstieg der Arbeitslosigkeit betrifft nahezu alle Personengruppen, insbesondere jüngere Menschen unter 25 Jahren (+13,4 Prozent auf 678).

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit in der Region um 206, bzw. 4,1 Prozent an. Hier sind jüngere Arbeitslose ebenfalls überproportional von der Steigerung betroffen (+12,3 Prozent). Ein starkes Plus zum Vorjahresmonat weist auch die Gruppe der älteren Arbeitslosen auf. Aktuell sind 1526 Personen über 55 Jahren erwerbslos gemeldet. Das sind 5,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Bei der Agentur für Arbeit in Fulda sind 2.371 Menschen als arbeitslos registriert – das sind 335 mehr als vor einem Jahr (+16,5 Prozent). Das Jobcenter des Landkreises Fulda zählt derzeit 2917 erwerbslose Personen (-4,2 Prozent zum Vorjahr).

„Auch weiterhin verfügen viele der bei der Agentur arbeitslos gemeldeten Menschen nicht über eine abgeschlossene Ausbildung. Ein wichtiger Hebel ist daher die Weiterbildung“, erklärt Katharina Henkel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda.

„Zur Deckung des Fachkräftebedarfs alle Potenziale ausschöpfen“

Trotz der schwächeren Konjunktur bestehen gute Chancen auf die Aufnahme einer Beschäftigung, besonders für ausgebildete Fachkräfte. Dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur liegen in der Region Fulda 1.423 Stellen zur Besetzung vor. Das sind 76 mehr als im Februar vergangenen Jahres. Agenturchefin Katharina Henkel sieht eine große Herausforderung in der Deckung des Fachkräftebedarfs. Sie rät Arbeitgebenden, möglichst alle Potenziale auszuschöpfen, und rückt eine Personengruppe besonders in den Fokus: „Warum nicht einen Menschen mit einer Behinderung einstellen? Manchmal reicht anschließend ein spezieller Stuhl oder eine besondere Software, um eine körperliche Beeinträchtigung auszugleichen. Es geht darum, Lösungen zu finden – gemeinsam mit uns.“ Die Agentur für Arbeit unterstützt Unternehmen bei der Suche nach Lösungswegen für die Beschäftigung von Menschen mit Handicap. Personalverantwortliche können sich beraten und gezielt potentielle Bewerberinnen und Bewerber für Arbeits- und Ausbildungsstellen vorschlagen lassen.

Ansprechpartnerin für die Region Fulda ist Monika Krebs, Telefon 0661 17-149.

 

Der Arbeitsmarkt im Februar 2026 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Arbeitslosigkeit steigt saisonal bedingt / Weiterhin gute Chancen für Fachkräfte

Die Arbeitslosigkeit in Waldhessen ist im Februar gegenüber dem Vormonat leicht angestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen liegt zum Ende des Monats bei 3164 und somit um 77 höher als im Januar. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 4,8 Prozent (Vormonat: 4,7 Prozent, Vorjahr: 4,3 Prozent). Sie liegt noch immer weit unter dem Hessendurchschnitt von 6,1 Prozent.

Der für die Wintermonate nicht untypische Anstieg der Arbeitslosigkeit betrifft nahezu alle Personengruppen, insbesondere Menschen ohne deutschen Pass (+5,5 Prozent auf 1096) sowie jüngere Menschen unter 25 Jahren (+4,5 Prozent auf 465).

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit in der Region um 319, bzw. 11,2 Prozent an. Hier sind jüngere Arbeitslose ebenfalls überproportional von der Steigerung betroffen (+28,5 Prozent). Ein starkes Plus zum Vorjahresmonat weist außerdem die Gruppe der älteren Arbeitslosen auf. Aktuell sind 968 Personen über 55 Jahren erwerbslos gemeldet (+6,7 Prozent).

Bei der Agentur für Arbeit in Bad Hersfeld sind 1280 Menschen als arbeitslos registriert – das sind 243 mehr als vor einem Jahr (+23,4 Prozent). Das Jobcenter des Landkreises Hersfeld-Rotenburg zählt derzeit 1884 erwerbslose Personen (+4,2 Prozent zum Vorjahr).

„Auch weiterhin verfügen viele der bei der Agentur arbeitslos gemeldeten Menschen nicht über eine abgeschlossene Ausbildung. Ein wichtiger Hebel ist die Weiterbildung“, erklärt Katharina Henkel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda.

„Zur Deckung des Fachkräftebedarfs alle Potenziale ausschöpfen“

Trotz der schwächeren Konjunktur bestehen gute Chancen auf die Aufnahme einer Beschäftigung, besonders für ausgebildete Fachkräfte. Dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur liegen in Hersfeld-Rotenburg 868 Stellen zur Besetzung vor. Das sind 23 mehr als im Februar vergangenen Jahres. Agenturchefin Katharina Henkel sieht eine große Herausforderung in der Deckung des Fachkräftebedarfs. Sie rät Arbeitgebenden, möglichst alle Potenziale auszuschöpfen, und rückt eine Personengruppe besonders in den Fokus: „Warum nicht einen Menschen mit einer Behinderung einstellen? Manchmal reicht anschließend ein spezieller Stuhl oder eine besondere Software, um eine körperliche Beeinträchtigung auszugleichen. Es geht darum, Lösungen zu finden – gemeinsam mit uns.“ Die Agentur für Arbeit unterstützt Unternehmen bei der Suche nach Lösungswegen für die Beschäftigung von Menschen mit Handicap. Personalverantwortliche können sich beraten und gezielt Bewerberinnen und Bewerber für Arbeits- und Ausbildungsstellen vorschlagen lassen.

Ansprechpartner im Raum Hersfeld-Rotenburg sind Eva De Maertelaere, Tel. 06621/209-216 und Thomas Walper, Tel. 06621/209-126.