Tausende Schulkinder, Vereine und Gruppen aus allen Kommunen sind in dieser Woche wieder unterwegs, um die Natur von Müll zu befreien, den andere achtlos oder auch ganz bewusst dort hingeworfen und manchmal sogar in großen Mengen abgeladen haben. „Wir finden leider Müll jeder Sorte, von Verpackungen und Flaschen über fast schon obligatorische Altreifen bis hin zu ausrangierten Badezimmern“, zählt Forstamtsleiter Nöllenheidt auf. Er ist Geschäftsführer des Kreisverbandes Fulda der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), die stets die Osterputzaktion organisiert.
Landrat Bernd Woide, Vorsitzender des Kreisverbandes, bedankte sich bei der engagierten Kinderschar in der Ottilienschule, die mit einem fröhlichen Programm begrüßte – und mit etlichen gefüllten Müllsäcken. Sie waren gemäß dem diesjährigen Motto „Gräben und Waldränder“ schon unterwegs gewesen und fündig geworden. Dafür gab es ein dickes Lob von Bernd Woide: „Ihr seid ein großes Vorbild für die Erwachsenen. Wenn sich alle so verhalten würden, wie ihr das tut, dann gäbe es viel weniger Müll in der Natur.“
Das befand auch Schulleiterin Michaela Umlauf: „Es ist einfach schön zu sehen, mit welchem Eifer die Kinder dabei sind. Sie waren ganz akribisch: Jeder noch so kleine Schnipsel Zellophanfolie wurde aufgehoben.“ Sie lobte den Weitblick der Organisatoren, die vor 50 Jahren schon erkannt hätten, dass Umwelt- und Naturschutz vor allem auch eine Aufgabe der Gesellschaft sei. Sie dankte der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, dem Landkreis Fulda und der Sparkasse Fulda, die dafür sorgt, dass Handschuhe und Müllsäcke zur Verfügung gestellt werden. „Der Osterputz ist nicht nur eine Tradition, er ist eine Institution“, sagte die Schulleiterin. Gäste der Auftaktveranstaltung waren auch Forstdirektor i. R. Ravan von Göler, Forstoberamtsrat i. R. Jochen Rümann und Dr. Hans Daub (alle SDW), Richard Hartwig von der Sparkasse Fulda und Ortsvorsteher Holger Kilian.
