Doch der Fußballabend nahm ein bitteres Ende: Nach 120 umkämpften Minuten und einem 1:1 musste sich die DFB-Elf Paraguay im Elfmeterschießen geschlagen geben und schied damit überraschend bereits im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft aus. Deutschland war über weite Strecken spielbestimmend, fand gegen die kompakte Defensive der Südamerikaner jedoch kaum Lösungen. Ein aberkanntes Tor von Jonathan Tah in der Verlängerung nach einer höchst zweifelhaften Entscheidung von Schiedsrichter Jalal Jayed und mehrere verschossene Elfmeter machten die Enttäuschung schließlich perfekt.
Bundesweit überwog nach dem frühen WM-Aus die Ernüchterung über das unerwartete Scheitern der Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Auch in Fulda war die Enttäuschung nach dem entscheidenden Elfmeter deutlich zu spüren. Während die Fans ihre Mannschaft bis zum Schluss lautstark unterstützt hatten, verließen viele Besucher das Public Viewing nach Spielende schweigend – die Hoffnung auf ein langes deutsches WM-Sommermärchen wurde an diesem Abend jäh beendet. Welche Bedeutung der Sieg gegen die DFB-Elf hingegen für Paraguay hat, wurde direkt am Montagabend deutlich: Staatspräsident Santiago Pena erklärte den 30. Juni kurzerhand zum Nationalfeiertag.
