Lokales HEF 09.06.2026

Videoinstallationen von Björn Drenkwitz: Ausstellung im Kapitelsaal

Bad Hersfeld (pm/pf) – Passend zur Festspielzeit präsentiert das Museum der Stadt Bad Hersfeld die Ausstellung „Zeitnah“ des aufstrebenden Frankfurter Konzeptkünstlers Björn Drenkwitz. Die Ausstellung wird am Freitag, 12. Juni, um 18.30 Uhr mit einer Vernissage im Kapitelsaal eröffnet.

Ausschnitt aus der Videoinstallation „Haircut“ von Björn Drenkwitz. Foto: Björn Drenkwitz

Ein wesentliches Thema, das sich durch alle Werke von Björn Drenkwitz zieht, ist der Faktor Zeit. Zeit hat hier viele Bedeutungsebenen: Ob die Wartezeit als Lebenszeit, Zeit als gefühltes Selbst, die Zeit zur Herstellung eines Kunstwerkes oder vieles mehr – Björn Drenkwitz beleuchtet das Thema insbesondere von einem philosophischen Hintergrund und fordert den Betrachter auf, gesellschaftliche Normen, den Beruf des Künstlers und dessen Ausbeutung u.v.m. zu hinterfragen.

In dieser Ausstellung liegt ein weiterer Schwerpunkt in der thematischen Fokussierung der Bereiche Schauspiel und Theater. Der Künstler Björn Drenkwitz hat in dem Zeitraum von 2012 bis 2016 im Bereich Videokunst mit zahlreichen Schauspielerinnen und Schauspielern zusammengearbeitet und sich hierbei den unterschiedlichsten Themengebieten gewidmet.

So geht Björn Drenkwitz in seiner Videoinstallation „Haircut“ auf das Verhältnis des Menschen zur Natur und deren Domestizierung ein, wodurch der Betrachter deutlich aufgefordert wird, die gesellschaftliche Realität zu hinterfragen.

Ebenfalls wird die Installation „Sein & Zeit“ präsentiert, bei der eine Schauspielerin einen Teil des höchst anspruchsvollen, gleichnamigen Buchs des Philosophen Martin Heidegger rezitiert.

In seinem Werk „Premiere“, welches zwei Videoaufnahmen einer Theaterschauspielerin zeigt, die direkt vor und nach einer Aufführung aufgenommen wurden, wird die Anspannung im Vorfeld sowie das Abfallen der Anspannung nach der Vorstellung deutlich sichtbar.

Neben seinen Videoarbeiten präsentiert Björn Drenkwitz in dieser Ausstellung weitere Arbeiten, die im Cyanotopie-Verfahren entstanden sind. In seinen Vanitas-Bildnissen beschäftigt sich der Künstler mit den essenziellen Fragestellungen, die unsere Gesellschaft und das menschliche Leben zusammenhalten: Die Frage nach Leben und Tod. Dabei greift er zentrale Motive der Vanitas-Darstellung auf, die durch den Aspekt der Prozesshaftigkeit des Herstellungsverfahrens ergänzt werden.

Die Ausstellung „Zeitnah“ endet am 6. September. 

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Samstag, von 10 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr.

Sonntag und Feiertag von 11 bis 17 Uhr.

Während der Festspiele: Dienstag bis Sonntag vo