Fünf Jahre ist es inzwischen her, dass sich Mehic von den Sprudelkickern verabschiedete – 2021 noch in Funktion als sportlicher Leiter, zuvor war der neue, alte Trainer bereits bis 2015 als Chefcoach an der Bornwiese tätig. Nun fällt Mehic die schwierige Aufgabe zu, den Sodener Umbruch zu moderieren. Acht Spieler haben die Sprudelkicker verlassen, darunter zahlreiche Stammspieler und Leistungsträger wie Till Hilchenbach, Marcel Mosch oder Keanu Banh. Mit Kensei Fujinaga, Nabil Abdi, Petar Dragicevic, Olivier Kuzbik sowie Art und Ilir Memeti aus dem Gruppenligateam kamen allerdings auch vielversprechende und vor allem junge Spieler neu dazu. „Deswegen geht es am Anfang erstmal um das Kennenlernen – aber den einen oder anderen kenne ich ja auch noch von früher. Der Fokus liegt dann darauf, gemeinsam die Abgänge zu kompensieren.“
Anschließend geht es Mehic vor allem darum, seine Idee von Fußball zu implementieren: Als Spieler war der Sodener Trainer zunächst hauptsächlich in der Offensive beheimatet, schulte dann jedoch auch zum Defensivspieler um – und genau diese Flexibilität will Mehic nun auch von seinen Spielern sehen: „Das spielt eine große Rolle. Generell wollen wir aber attraktiven Ballbesitzfußball zeigen, das Spiel machen, nach Ballverlusten schnell ins Pressing gehen und uns das Spielgerät wiederholen. Generell mag ich Spieler, die sich etwas zutrauen und mutig sind. Ich habe viele Ideen, die will ich den Jungs jetzt vermitteln, sodass sie möglichst schnell auch an diese Philosophie glauben.“
Dahingehend ist Mehic jedoch zuversichtlich – vor allem, weil die Sommerpause für die Sprudelkicker durch die Teilnahme an der Relegation sehr kurz ausfiel: „Sie haben dadurch an Basis nicht viel verloren. Natürlich haben die Spieler einen Laufplan bekommen, und es wird auch die eine oder andere Fitnesseinheit geben, aber ich glaube nicht, dass wir in dem Bereich so viel machen müssen. Die Jungs sind körperlich auf einem guten Niveau.“ Stattdessen liege der Fokus vermehrt auf der Arbeit mit Ball auf dem Platz: „Wenn wir das richtig machen, läuft es auch. Wenn die Jungs die Spielphilosophie verinnerlichen und wir noch an den Feinheiten arbeiten, habe ich ein richtig gutes Gefühl.“
Die Testspiele in der Übersicht:
4. Juli, 15 Uhr: Hanau 1960 (A)
8. Juli, 19 Uhr: FC Gelnhausen (A)
12. Juli, 15 Uhr: Stadtallendorf (A)
26. Juli, 15 Uhr: Dietesheim (A)
