Fußball 04.06.2026

Verbandsliga-Relegation – SVN will „sportliche Antworten geben“

Neuhof (pf) – Schafft der SV Neuhof die Rückkehr in die Fußball-Verbandsliga Nord? Die Antwort darauf wird es in den kommenden Tagen geben, denn die Relegation steht an. Für die Schlager-Spiele qualifizierte sich der SVN sportlich letztlich noch als Tabellenzweiter der Fuldaer Gruppenliga, stand aber schon etwas – durch Aulatals Verzicht – als Teilnehmer fest. Erst seit vergangenem Samstag aber ist klar: Es geht am Donnerstag (15.30 Uhr) zum Hinspiel zum Tuspo Grebenstein.

Der SV Neuhof fokussiert sich auf das Sportliche und hat das Relegations-Hinspiel in Grebenstein vor der Brust. Foto: Justin Klenner

Der SV Neuhof möchte befreit an die Sache herangehen – und den Fokus auf den Sport legen: Dort nämlich stabilisiert sich das Team nach anfänglichen Schwierigkeiten immer mehr und kletterte seit Herbst aus dem grauen Mittelfeld der Tabelle bis in die Spitzengruppe. Das freute natürlich das Funktionsteam um Trainer Bekim Zulfiqari sowie die Abteilungsleitung um Michael Böhm und Alex Bär. Vorausblickend sind sich alle beim SVN sicher: „Wir werden die bestmögliche Mannschaft schicken, und wollen das bestmögliche Ergebnis erzielen“. Ein Remis wäre dabei schon ein sportlicher Erfolg, ist sich der Verein bewusst, der sich für das Rückspiel am Sonntag (15 Uhr) in Neuhof alle Chancen offenhalten möchte.

Mit dem Gegner konnte sich bisher weniger auseinandergesetzt werden. Offiziell steht Grebenstein erst seit Samstag als Vizemeister der Gruppenliga Kassel II fest, und schaffte den Einzug in die Relegation durch einen späten 1:0-Derbysieg in Udenhausen. Es war quasi schon ein Relegationsspiel für den Tuspo, während Neuhof seine vermeintlich unwichtige Aufgabe bei Bad Soden II „konzentriert, reif und souverän“ erledigte.

Nun trifft die beste Defensive der Gruppenliga Fulda mit 33 Gegentoren auf eine bärenstarke Offensive aus Grebenstein, die über die Saison hinweg 88 Tore erzielte. Bemerkenswert: Manuel Frey ballerte alleine 41 Mal, ohne den 32-Jährigen, der schon seit Jahren dort spielt, hätte der Verein wohl nicht Platz zwei belegt. „Wir kommen eher über die mannschaftliche Geschlossenheit“, heißt es derweil aus dem Lager des SV Neuhof: „Sie werden die Räume nutzen wollen, aber wir wollen unsere Erfahrung nutzen, konsequent verteidigen und vorne aus wenig viel machen. Das wird ein ganz offener Schlagabtausch“.

In Grebenstein wird mit bis zu 400 eigenen Fans gerechnet, dazu kommen die Gäste sowie neutralen Zuschauer. Die Kulisse – und damit auch die Nerven – werden eine Rolle spielen. In Grebenstein war der SVN übrigens schon zweimal, nämlich bei den Verbandsliga-Duellen in 2013 und 2018. „Wir hoffen, dass die Mannschaft sportliche Antworten geben kann – auf ein sehr hartes Jahr und auf harte letzte Tage“, heißt es aus Neuhof. Klar ist bereits: Sollte der SVN sich durchsetzen und ins Finale am 10. Juni einziehen, würde entweder gegen Gudensberg in Bad Hersfeld, oder gegen Eiterfeld/Leimbach in Lehnerz gespielt werden. „Das wäre eine Belohnung, so ein Endspiel gegen Eiterfeld in Lehnerz“. Doch erstmal hat der SV Neuhof die Hürde Grebenstein zu nehmen – nicht in voller Besetzung: Ein, zwei Akteure sind nach Saisonende schon in ihre Heimat gereist, Amar Zekovic hat muskuläre Probleme und ist fraglich, Aleksandar Vico fällt mit einer Handverletzung aus.