„Wir wollen vorlegen – das ist klar“, macht Eiterfeld/Leimbachs Coach Andjelko Urosevic deutlich, der ein halbes Jahr in Amt und Würden ist, und nun mit seiner Mannschaft der Relegation positiv entgegenblickt: „Wir haben es akzeptiert, dass wir Relegation spielen, und werden das genauso annehmen. Wir haben die Zeit genutzt“. Nicht erst seit wenigen Tagen stehen die Eiterfelder als Relegant fest, und müssen um den Klassenerhalt kämpfen. „Wir haben in der Liga noch etwas rotiert, und fühlen uns sehr gut vorbereitet“, so der Trainer.
Der Verein hat bereits im Hintergrund gewerkelt, es sind unzählige Helfer eingeteilt, der Hain soll zu einer blauen Festung werden. Doch die sportliche Aufgabe hat es in sich: Die FSG Gudensberg kommt mit Euphorie nach einer Saison mit 21 Siegen in 30 Spielen und fast 100 Toren. „Die Tabelle lügt nicht. Wir müssen versuchen, ihre Offensive lahmzulegen und die schnellen Leute auszuschalten. Da werden wir nicht ins offene Messer laufen“, sagt Urosevic – wohlwissend, dass es ohnehin noch ein Rückspiel gibt: „Ich denke nicht, dass am Donnerstag schon etwas entschieden wird. Wir sind auch auswärts in der Lage, zu gewinnen“.
Ein paar Informationen habe sich der Verbandsligist schon über die Nordhessen eingeholt, Urosevic merkt beispielsweise an, dass Gudensberg diszipliniert spiele, vom Torwart über die gesamte Defensive bis nach vorne. „Wir werden versuchen, mit unseren spielerischen Mitteln und Stärken durchzubrechen“.
Die Kulisse dürfte top werden am Hain, der Rasenplatz liegt gut da. Nun gilt es für die SG Eiterfeld/Leimbach, den ersten Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. „Es wurde viel gearbeitet im Hintergrund. Ich hoffe, dass wir da als Mannschaft etwas zurückzahlen können“. Allerdings hat der Kader ein paar Lücken: Zwei Spieler fallen langzeitverletzt ohnehin aus, Luca Pfalzgraf weilt noch in den USA. Joel Salzer und Felix Röhn sind aus der Vorwoche etwas angeschlagen, konnten aber zumindest wieder trainieren, ebenso kehrte Hendrik Stumpf vor einer Woche zum Team zurück. Simon Schilling plagt sich mit einem Fersensporn und trat im Training kürzer, „aber er wird auf die Zähne beißen“, ist Urosevic optimistisch.
