Lokales 15.06.2026

Treppenfrühling bei Paltian – Innovationen für modernes Wohnen

Motten (gü) – Neuheiten entdecken, sich aus erster Hand informieren und Einblicke in die Produktion gewinnen – all das war am Sonntag beim „Treppenfrühling“ bei Paltian Treppenbau in Motten möglich. Unter anderem stellte das traditionsreiche Familienunternehmen bei der Hausmesse eine aus Zirbenholz und Mooreiche gefertigte Treppe vor, die in dieser Form neu ist.

Michael Paltian und Katrin Westphal an der neuen Treppe aus Zirbenholz und Mooreiche. Foto: Jasha Günther.

„Die Zirbenkiefer wächst erst ab einer Höhe von etwa 1500 Metern, richtig als Baum sogar erst ab 2000, 2500 Metern“, erklärte Michael Paltian, der den Familienbetrieb in vierter Generation leitet. Dadurch bedingt wachse das Holz nur sehr langsam, wie er an einem aus einem ganzen Zirbenkiefernstamm gefertigten Tisch verdeutlichte. Dennoch sei es ein sehr weiches Holz. Für den Treppenbau ansich sei das Holz damit hervorragend geeignet, nicht aber für die Stufen. Dafür wurde bei der ausgestellten Treppe auf Mooreiche zurückgegriffen. „Die dunkle Farbe kommt durch die vielen Jahre, die das Holz im Moor gelegen hat“, erklärte Paltian. Die verarbeitete Eiche sei bereits vor 800 Jahren gestorben und habe somit über Jahrhunderte im Moor gelegen, was das Holz sehr fest gemacht habe. Kundenberaterin Katrin Westphal fügte hinzu, dass die Zirbenholztreppe von Paltian laut des Portals treppen.de die bundesweit erste kommerziell produzierte dieser Art sei. Eine Besonderheit des Zirbenholzes, das gerne im Wellness- und Wohnbereich eingesetzt wird, ist auch sein anhaltender Duft, weshalb die Treppe extra nicht versiegelt wurde. „Es ist beim Reinkommen wie Waldluft“, meinte Westphal. Gefertigt wurde die Treppe ganz traditionell handwerklich mit einem gedrehten Handlauf. „Das können nur alte Meisterbetriebe“, sagte Paltian.

Bei der Hausmesse konnten sich die Besucher einen Überblick über die Vielzahl der unterschiedlichen Möglichkeiten, zwei Stockwerke mit einer Treppe zu verbinden, machen. Ob helles oder dunkles Holz gerade, mit einem Zwischenpodest oder sich platzsparend nach oben schrauben – die Möglichkeiten sind vielfältig. Wie der Weg vom Holzstamm zur fertigen Treppe ist, konnten die Gäste bei Führungen durch die Produktionshallen erfahren. Dort treffen moderne Technik, wie zum Beispiel beim Zuschnitt mit CNC-Maschinen, und Handwerkskunst zusammen. Für die Verleimung der Spiralförmigen Geländer für Wendeltreppen beispielsweise braucht es viel Erfahrung. „Wir fertigten circa 1000 Treppen pro Jahr“, berichtete Paltian, etwa die Hälfte davon gehe an Fertighaushersteller, die diese dann beim Aufstellen in ihre Häuser integrieren. Insgesamt arbeiten 60 Mitarbeiter bei Paltian, darunter auch Auszubildene im Schreiner-/Tischlerhandwerk. Für das neue Ausbildungsjahr, das im Sommer startet, ist noch ein Ausbildungsplatz frei.

Treppenfrühling bei Paltian. Fotos: Jasha Günther.