Lokales FD 08.06.2026

Stolz in der Rhön: Neuer Feuerwehr-Anbau in Steinwand eingeweiht

Steinwand (pk) – Ein sichtbares Zeichen für den starken Zusammenhalt und das ehrenamtliche Engagement im Poppenhausener Ortsteil Steinwand wurde am Sonntag gefeiert: Mit der offiziellen Einweihung des neuen Anbaus am örtlichen Feuerwehrhaus verfügt die Freiwillige Feuerwehr ab sofort über eine moderne Fahrzeughalle sowie zusätzliche Funktionsräume. Neben zahlreichen Gästen aus der Bevölkerung wohnten auch Landrat Bernd Woide und Landtagsabgeordneter Sebastian Müller den Feierlichkeiten bei.

Foto: Paul Kukula

Die Planungen für das Bauprojekt begannen bereits im Jahr 2024 unter dem damaligen Bürgermeister Manfred Helfrich. Nach dessen Ausscheiden aus dem Amt führte die jetzige Rathauschefin Alexandra Ballweg das Vorhaben nahtlos weiter. Im Frühjahr 2025 rollten schließlich die Bagger an. Nach rund 14 Monaten Bauzeit folgte nun der erfolgreiche Projektabschluss.

Im Zentrum der Redebeiträge stand vor allem die außergewöhnliche Eigenleistung der Vereinsmitglieder. Die Brandschützer investierten knapp 940 Stunden ihrer Freizeit in insgesamt 69 Arbeitseinsätze, um den Erweiterungsbau zu realisieren. Nach der feierlichen Segnung des Gebäudes durch Pfarrers Jörg Stefan Schütz würdigte Landrat Bernd Woide diesen Einsatz in seinem Grußwort ausdrücklich. Zugleich lenkte er den Blick auf den Kern der Organisation: „Wir wollen eins nicht vergessen: Dieses Feuerwehrhaus oder die Fahrzeuge haben eigentlich keinen Wert. Der Wert, den sie erhalten, der wird beigemessen durch die Kinder, die Jugendlichen und die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Wenn es die Freiwillige Feuerwehr nicht gäbe, dann wäre vieles nicht möglich“, betonte der Landrat. Als finanzielle Unterstützung des Landkreises überreichte Woide einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 15.800 Euro.

Wehrführer Andreas Hamm ließ die Entstehungsgeschichte des Gebäudes noch einmal Revue passieren. Neben Stellflächen für die Einsatzfahrzeuge bietet der Neubau nun auch dem wichtigen Notstromaggregat einen sicheren Platz. „Ein besonderer Dank gilt allen Ehrenamtlichen, die sich in den vergangenen 14 Monaten mit großem Einsatz in dieses Projekt eingebracht haben“, erklärte Hamm. Der Anbau sei weit mehr als eine reine Raumerweiterung. Er stelle vielmehr ein Versprechen und ein sichtbares Zeichen der gemeinschaftlichen Politik für die Zukunft des Standortes dar, von dem gerade auch die Jugendfeuerwehr massiv profitiere.

Auch Bürgermeisterin Alexandra Ballweg fand anerkennende Worte für das gelungene Projekt und den Fleiß der Beteiligten. „Die Kameradinnen und Kameraden haben damit einen entscheidenden Beitrag geleistet, unsere Gemeindekasse zu unterstützen und die Kosten um gut ein Viertel zu reduzieren“, rechnete die Rathauschefin vor. Die Bedeutung der Feuerwehr in Steinwand reiche weit über den reinen Brandschutz hinaus: Sie bilde den Mittelpunkt des örtlichen Dorflebens und führe die Menschen über alle Generationen hinweg zusammen. Landtagsabgeordneter Sebastian Müller schloss sich dem Lob an und hob besonders das Engagement der Kinder und Jugendlichen innerhalb des Vereins hervor. „Es ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt, was heute gefeiert wird und es ist ganz viel Gutes zusammengekommen“, so Müller.

Im Anschluss an den offiziellen Teil bot sich für alle Gäste die Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten bei einem Rundgang genauer unter die Lupe zu nehmen. In geselliger Runde klang der Festtag harmonisch aus. Für die Unterhaltung der jüngsten Besucher stand zudem eine Hüpfburg bereit.

Neuer Feuerwehr-Anbau in Steinwand eingeweiht. Fotos: Paul Kukula.