„Immer wieder kommt es im Zusammenhang mit unsachgemäß aufgebauten oder unzureichend gesicherten Gerüsten zu Abstürzen mit oft schwerwiegenden Auswirkungen“, sagt Dr. Katherina Rüping, stellvertretende Leiterin des für den Bau zuständigen Arbeitsschutzdezernats beim RP Kassel. Die Aktionswoche knüpft an Aktivitäten der vergangenen sechs Jahre an, in denen über die Thematik informiert und beraten wurde, aber auch Überwachungsaktionen stattfanden. Kontrollen auf Baustellen mit dem Schwerpunkt Gerüste hatten dabei eine hohe Zahl an technischen und organisatorischen Mängeln ans Licht gebracht.
Nur auf etwas mehr als jeder fünften untersuchten Baustelle (21 Prozent) wurden die Maßnahmen zum Arbeitsschutz bezogen auf Gerüste erfüllt. Vielfach fehlten die für einen sicheren Aufbau erforderlichen Unterlagen, die sogenannte Aufbauanleitung, und technischen Sicherungsmaßnahmen – oder diese waren unzureichend. Häufig war auch das Gerüst durch die Nutzenden unsachgemäß umgebaut worden. Die GDA setzt daher in diesem und dem kommenden Jahr ihren Schwerpunkt auf die Verhütung von Absturzunfällen. Ziel ist, das Bewusstsein für die Gefahren von Abstürzen am Arbeitsplatz zu stärken und einen aktiven Beitrag zu leisten, um schwere Unfälle zu vermeiden. Arbeiten auf Gerüsten sind mit besonderen Absturzgefahren verbunden.
Informationsmaterial rund um das Thema Sicheres Arbeiten auf Gerüsten findet sich auf der Internetseite der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie:
https://www.gda-portal.de/DE/Betriebe/Absturzunfaelle
Weitere Informationen zum Thema Baustellensicherheit und Kontaktmöglichkeiten unter:
https://rp-kassel.hessen.de/arbeits-und-verbraucherschutz/arbeitsschutz/baustellensicherheit
