Eingeladen waren nicht nur die Magistratsmitglieder, sondern auch die Fraktionsvorsitzenden, die Ortsvorsteher und jeweils ein weiterer Vertreter aus den Ortsgremien. Einen Vormittag ging es im Kultur- und Begegnungszentrum um das gegenseitige Kennenlernen, das Besprechen wichtiger kommunalpolitischer Tätigkeiten und örtlicher Strukturen. Dabei wurde beispielsweise auch über die Aufstellung eines Haushaltsplanes gesprochen. Bedeutende Funktionsträger aus dem Schlüchterner Rathaus standen als Referenten zur Verfügung. Allen voran natürlich Bürgermeister Matthias Möller. Daneben Kevin Junk, Leiter zentrale Informations- und Verwaltungssteuerung, Jan Knüttel als Leiter des Bauamtes, Tanja Mittag, Chefin der städtischen Ordnungsbehörde, Christof Weisenborn, Leiter der Stadtentwicklungsgesellschaft, sowie Ersin Sen als Kopf der Verwaltungs- und Personalsteuerung.
Etwa 50 Schlüchterner Kommunalpolitiker nahmen das Angebot wahr, ließen sich schulen und informieren. „Eine sehr gute Resonanz“, freute sich der Bürgermeister über die hohe Teilnehmerzahl und würdigte deren Engagement für die gesellschaftliche Aufgabe in der örtlichen Politik. Die Stadt wertschätze die Arbeit der Ortsbeiräte als „verlängerten Arm der Verwaltung“ sehr. Im Gegenzug setze sich die Kommune auch nach Kräften für die Stadtteile ein. Möller nannte als Beispiel das IKEK (Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept) als ein zentrales Steuerungsinstrument der hessischen Dorfentwicklung. Das eigene individuelle Budget für die Ortsbeiräte diene der Wertschätzung der jeweiligen Arbeit vor Ort. In zahlreichen Stadtteilen würden derzeit wichtige Investitionen vorgenommen.
Das Rathaus sei mit den Stadtteilen kommunikativ sehr gut aufgestellt. Im Moment werde eine Datenbank weiterentwickelt, in der alle Anfragen gesammelt werden. Ferner bestehe eine große Nachfrage für die Formate „Frag´ doch mal die Stadt“ und den regelmäßigen Bürgertalk, die es in vergleichbaren Kommunen nicht gebe, betonte der Bürgermeister. Bei diesen Veranstaltungen seien teilweise mehrere hundert Gäste vor Ort und deckten ihren Informationsbedarf. Kommendes Jahr sei wieder stadtweit ein gemeinsamer Aktionstag „We kehr for Schlüchtern“ geplant, bei dem in der Vergangenheit schon gemeinsam viel ehrenamtlich für die Sauberkeit der Orte erreicht wurde.
Gleichzeitig warb das Stadtoberhaupt um Verständnis für das Rathaus. Bei knapp 17.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in 13 Ortsbeiräten und mit sieben Fraktionen im Stadtparlament sei in der Verwaltung einiges an Arbeit zu bewältigen. Da sei mitunter Geduld bei den Bürgern nötig, weil nicht alle Anfragen und Anliegen umgehend erledigt werden könnten.
Das Fazit des Stadtoberhauptes: Es sei erfreulich, dass sich Mitbürger weiterhin in großer Zahl für kommunale Ehrenämter zur Verfügung stellen. Deswegen sei es Aufgabe der Stadt, mit diesem ehrenamtlichen Pfund respektvoll umzugehen.
