Nach Angaben der Polizei verlor ein 52 Jahre alter Fahrer aus Bulgarien gegen 20.20 Uhr auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über seinen mit Autoteilen beladenen 40-Tonner. Kurz zuvor war im Bereich des sogenannten „Sorgaer Lochs“ ein heftiger Regenguss niedergegangen. Der Lastwagen prallte gegen die Mittelschutzplanke und beschädigte diese auf einer Länge von rund 30 Metern.
Dabei wurde auch der mit etwa 600 Litern Diesel gefüllte Tank aufgerissen. Der Kraftstoff ergoss sich über beide Fahrstreifen und verteilte sich durch den nachfolgenden Verkehr sowie die nasse Fahrbahn über mehrere hundert Meter. Die Autobahn verwandelte sich laut Polizei in eine „spiegelglatte Rutschbahn“.
Die A4 musste daraufhin voll gesperrt werden. Feuerwehr, Autobahnmeisterei und Spezialfirmen waren bis in die Nacht hinein im Einsatz, um den ausgelaufenen Diesel zu beseitigen. Zudem gelangte Kraftstoff über Schächte in den Breitzbach und den Solzbach, weshalb die Feuerwehren umfangreiche Ölsperren errichteten.
Der Fahrer blieb unverletzt. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf mindestens 100.000 Euro.
Da die Reinigungsarbeiten mehrere Stunden andauerten, konnten Autofahrer entgegen der Fahrtrichtung bis zur Anschlussstelle Friedewald zurückfahren, um die Autobahn zu verlassen. Die Aufräumarbeiten sollten nach Angaben der Autobahnmeisterei Hönebach bis Mittwochmorgen gegen 7 Uhr andauern.
