Keine Zeit, die 1:2-Niederlage in Bornheim vom Donnerstag groß zu analysieren: Lars Schmidt und seine Sprudelkicker wollen mit Mut und einer besseren Einstellung ins Rückspiel gehen, um doch noch ins Aufstiegs-Finale einzuziehen. Zwei Dinge sind aber schon mal klar: „100-prozentig“, versichert Schmidt, wird am Sonntag auf Rasen gespielt, und „definitiv“ fällt Topscorer Lukas Ehlert weiterhin aus. Beim Offensivmann wird die Zwangspause sogar fünf bis sechs Wochen betragen.
Alles weitere wird und soll sich am Sonntag zeigen, betont Schmidt zurückhaltend: „Die Jungs sollen es einfach auf dem Platz richten und die passende Antwort geben. Fakt ist, dass wir erstmal verloren haben“. Aber verloren ist damit noch lange nichts. An der Bornwiese wollen die Sodener den Heimvorteil nutzen, so wie es Bornheim auch im Hinspiel auf Kunstrasen gelang: „Sie haben schon eine sehr typische Spielkultur, sind an ihren Platz gewohnt und haben die Maße verinnerlicht. Dementsprechend haben sie sich auch bewegt“, stellte Schmidt fest: „Aber jetzt sind wir auf unserem Platz, auf dem wir besser klarkommen als sie“.
Vor allem sei es eine Sache der Einstellung, hebt der Coach hervor. Und es dürfte klar sein, dass sich Schmidt nicht wünscht, dass es sein letztes Spiel als Übungsleiter an der Seitenlinie ist: „Ich hätte gerne noch ein weiteres“, verrät er mit Blick auf das Finale. Im Parallelspiel hatte Hessenligist CSC Kassel eine vogelwilde Angelegenheit in Hornau samt Gewitter-Unterbrechung mit 5:3 gewonnen.
Am Samstag werden die Sprudelkicker nochmal trainieren – dann wieder mit Nico Damm, der von seinem beruflichen Auslandsaufenthalt zurück ist. Am Sonntag soll es dann Grund zum Jubeln geben – und anders ausgehen, als im Vorjahr. Dort verlor Soden das Halbfinale gegen Marburg. „Aber das kann man nicht miteinander vergleichen“, so Schmidt: „Jedes Jahr schreibt eine andere Geschichte. Jetzt wollen wir zuhause unser wahres Gesicht zeigen“.
Verbandsliga-Relegation
Eine andere Ausgangslage hat die SG Eiterfeld/Leimbach als jenes Team, das in der Verbandsliga Nord bleiben möchte: Mit dem 1:0 vom Hinspiel im Rücken reist die SGEL zur FSG Gudensbeg, wo am Sonntag um 15.30 Uhr das Rückspiel steigt. Ein Remis würde den Eiterfeldern schon zum Einzug ins Finale reichen, Trainer Urosevic kündigte bereits an, dass der Druck nun bei den Nordhessen liege.
Der SV Neuhof wiederum will in die Verbandsliga Nord aufsteigen – muss dazu aber mindestens erstmal das 2:3 vom wilden Hinspiel in Grebenstein drehen. Am Sonntag ab 15 Uhr findet das Rückspiel unterm Kaliberg statt – und durch einen gesperrten Spieler in der Defensive sowie der mentalen Komponente wurde die Aufgabe nicht leichter. Dennoch war der SVN am Donnerstag spielerisch bei elf gegen elf überlegen, und will diese Vorteile nun auch zuhause nutzen, um mit einem bestenfalls frühen Tor direkt die Hypothek auszugleichen.
Gruppenliga-Relegation
Was war das für ein intensives Hinspiel der Gruppenliga-Relegation am Sauerbrunnen: Lütter schlug Bebra mit 3:1, hatte aber in so mancher Szene mächtig Glück. Trainer Sascha Bönte mahnte schon nach Abpfiff: „Wir haben noch nichts zu feiern und können nicht jetzt schon beruhigt sein. Außerdem hatten wir natürlich Glück bei der Elfmeterszene“. Nun geht es in der Biberstadt am Samstag (18 Uhr) auf Kunstrasen – ein Vorteil für die FSG? Jedenfalls will der Nor-Vize den Zwei-Tore-Rückstand drehen.
Im zweiten Duell stand die Rhön Kopf: Ehrenberg gewann mit 2:0 gegen Vogelsberg – nun liegt es an der FSG, zuhause den Klassenerhalt zu verhindern. Gespielt wird am Samstag schon um 15 Uhr in Lanzenhain. Und Vogelsbergs Coach Fabian Lehmann dürfte natürlich verhindern wollen, dass es schon sein letztes Spiel im FSG-Trikot wird. Sein letztes Heimspiel wird es für den künftigen Edelzell/Engelhelms-Coach aber allemal.
