Nach schwierigem Start im ersten Quarter wurde aus dem Heimspiel der Saints gegen die Mittelhessen ein Schaulaufen: 38:0 stand es zur Pause, zwischenzeitlich stellte Fulda gar auf 66:0 – ehe sich die Saints dazu entschieden, die Starter vom Feld zu nehmen und den Backups noch Einsatzminuten zu geben. „Trotzdem haben wir nochmal gepunktet“, lobte Jonas „JJ“ Heck, der mit dem Start in die Partie jedoch nicht einverstanden war: „Die Offense hat schlecht angefangen, das ist das einzige, was mich massiv aufgeregt hat.“ Wetzlar konnte zumindest im ersten Quarter einigermaßen mithalten, im Anschluss war gegen immer besser werdende jedoch kein Kraut gewachsen. „Sie haben vor der Saison den Eindruck erweckt, oben mitspielen zu wollen. Bis auf das erste Viertel hatten sie uns jedoch überhaupt nichts entgegen zu setzen. Sie haben hart und physisch gespielt, das war es aber auch“, analysierte der Fuldaer Head Coach.
Die Saints hingegen fanden an beiden Enden des Feldes immer besser ins Spiel, allein Defense forcierte fünf oder sechs Turnover, ebenso überzeugten die Special Teams mit langen Punts und starken Kickoff-Returns. „Bei einem haben wir sogar einen Touchdown erzielt, der uns aber leider zurück gepfiffen wurde“, erläuterte Heck, der mit der Leistung der Referees ohnehin nicht wirklich einverstanden war: „Es war keine Glanzleistung, aber wenn man so gewinnt, will man sich natürlich nicht beschweren.“
Auf Seiten der Saints überzeugte vor allem Wide Receiver Holt Egan mit sechs (!) Touchdowns. Neben dem deutlichen Sieg konnten sich die Fuldaer außerdem über ein kleines „Comeback“ freuen: Patrick Dendtler, langjähriger Starting-Quarterback, kehrte nochmal auf das Feld zurück und sorgte noch für das eine oder andere Highlight: „Er hat seine Australien-Reise nochmal verschoben und will die Saison noch mitnehmen. Er hilft uns überall, wo er gebraucht wird“, freute sich Jonas Heck abschließend.
