American Football 20.06.2026

Regionaliga – Saints vor „extrem wichtiges Spiel“ in Marburg

Fulda (sim) – Für die Fulda Saints steht am Sonntag (15 Uhr) im Georg-Gaßmann-Stadion das bislang wichtigste Spiel der Saison an. Beim Tabellenzweiten Marburg Mercenaries will der ungeschlagene Spitzenreiter der Football-Regionalliga Mitte die Tabellenführung verteidigen und einen weiteren großen Schritt Richtung Meisterschaft machen.

Foto: Manfred Völler

„Es ist ein extrem wichtiges Spiel“, sagt Headcoach Jonas Heck. „Natürlich ist die Saison nach diesem Spiel nicht entschieden. Aber wir müssen einen Sieg holen, um die Meisterschaft weiter in den eigenen Händen zu haben und im Driver Seat zu bleiben.“ Die Ausgangslage verspricht ein Spitzenspiel auf Augenhöhe. Die Saints führen die Regionalliga mit vier Siegen aus vier Spielen und einem beeindruckenden Punkteverhältnis von 208:75 an. Marburg folgt mit vier Erfolgen aus fünf Partien und gilt vor allem im eigenen Stadion als äußerst starker Gegner.

Die Vorbereitung verlief für die Fuldaer allerdings alles andere als ideal. Eigentlich hätte das Team zuletzt gegen die Pirmasens Praetorians antreten sollen. Weil sich der Verein jedoch komplett aus dem Spielbetrieb zurückgezogen hat, fiel die Partie aus.

„Das ist schon suboptimal – eigentlich richtig scheiße“, sagt Heck offen. „Das ist einfach doof für die Planung. Die Spiele sind einkalkuliert. Jetzt haben wir drei Wochen akribisch trainiert und hoffen, dass wir das auf dem Platz zeigen können. Das ausgefallene Spiel stört natürlich auch den Rhythmus.“

Vor der ungeplanten Pause präsentierten sich die Saints jedoch in bestechender Verfassung. Mit einem deutlichen 72:14-Erfolg gegen die Wetzlar Wölfe setzte der Tabellenführer ein Ausrufezeichen. „Wir haben uns in einen richtig guten Flow gespielt. Wir sind von Spiel zu Spiel besser geworden und die Teamchemie passt. Genau das willst du als Trainer sehen“, sagt Heck.

Mit den Mercenaries wartet nun allerdings die bislang wohl größte Herausforderung der Saison. „Marburg hat aus meiner Sicht die beste Defensive Line der Liga. Da müssen wir von Anfang an präsent sein. Wir haben uns akribisch darauf vorbereitet und jetzt müssen die Jungs abliefern. Dann dürfte einem Sieg nichts im Wege stehen.“

Personell kann Fulda nahezu aus dem Vollen schöpfen. Zwar gehörten kleinere Verletzungen mitten in der Saison dazu, größere Ausfälle gebe es derzeit aber nicht. Auch die hochsommerlichen Temperaturen sieht Heck gelassen. „Darauf kann man sich einstellen. Kein Team trainiert so hart wie die Saints. Keiner fordert im Training so viel. Die Jungs sind bestens vorbereitet.“

Mit einem Sieg würden die Saints ihre Spitzenposition behaupten und im Kampf um die Meisterschaft einen weiteren wichtigen Schritt machen. Die Ausgangslage ist klar: Gewinnt Fulda in Marburg, bleibt der Tabellenführer auf Titelkurs und hat die Meisterschaft weiterhin in eigener Hand.