„Am Ende des Tages sind wir echt zufrieden. Mit 501 Startern und 24.500 Kilometern hätten wir bei den Temperaturen nicht gerechnet“, freute sich Organisator Matthias Pappert. Für jeden gefahrenen Kilometer gehen fünf Cent an die FZ-Spendenaktion. In den vergangenen Jahren kamen auf diese Weise bereits rund 180.000 Euro für soziale Projekte zusammen.
Bereits in den frühen Morgenstunden machten sich viele Teilnehmer auf den Weg, um den größten Teil ihrer Strecke noch vor der Mittagshitze zurückzulegen. Zur Auswahl standen erneut sechs Touren für Mountainbiker, Rennradfahrer sowie Familien und Freizeitradler. Trotz der anspruchsvollen Bedingungen verlief die Veranstaltung ohne Zwischenfälle. „Es gab keine Unfälle, alles verlief ruhig und zufriedenstellend. Viele sind aufgrund des Wetters früh gestartet. Uns sind keine Vorkommnisse bekannt – da hat alles gepasst“, berichtete Pappert.
Für den Organisator war es zugleich eine Premiere: Er stand erstmals an der Spitze des Organisationsteams und trat damit die Nachfolge von Manfred Herget an. Entsprechend erleichtert fiel sein Rückblick aus. „Manfred Herget hat sehr gut vorgearbeitet. Natürlich war das für mich etwas Neues, aber insgesamt hat alles gut funktioniert“, betonte Pappert. Besonders hob er den Einsatz der zahlreichen Ehrenamtlichen hervor. „Die Helfer waren super, im Team hat alles hervorragend funktioniert. Parallel zu dem Sportfest hat das bestens geklappt. Über die Jahre ist eine gewachsene Struktur entstanden“, erklärte er. Rund 30 Helfer kümmerten sich allein um den Radvierer, hinzu kamen zahlreiche Unterstützer der TSG Mackenzell, die parallel ihr Sportfest ausrichtete.
Neben den verschiedenen Radtouren bot der Familien-Aktiv-Tag erneut ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Informationen zur Verkehrssicherheit, einem Fahrradparcours für Kinder sowie kulinarischen Angeboten auf dem Sportgelände. Auch die traditionelle Tombola mit Preisen im Gesamtwert von 1.150 Euro fand großen Anklang.
Zwar seien Teilnehmer- und Besucherzahlen aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen etwas geringer gewesen als in den Vorjahren, die Stimmung habe darunter jedoch nicht gelitten. „Dass etwas weniger los war, hat uns nicht überrascht. Umso mehr freut es uns, dass wir die Marke von 500 Teilnehmern geknackt haben – damit habe ich persönlich nicht unbedingt gerechnet“, bekannte Pappert. Für ihn zeigt das einmal mehr den besonderen Zusammenhalt innerhalb der Radsportszene: „Man sieht, dass die Radfahrer eine besondere Gemeinschaft sind. Sie passen sich den Witterungsbedingungen an.“ So wurde der Hessisch-Bayerische Radvierer auch in diesem Jahr seinem Ruf als eines der größten Breitensportereignisse im Hünfelder Land gerecht – mit sportlichem Ehrgeiz, gelebter Gemeinschaft und einem starken Einsatz für den guten Zweck.
