Lokales FD 03.06.2026

Neue Gastronomie rund ums Bermudadreieck soll einfacher werden

Fulda (st/gü) – Durch einen neuen Bebauungsplan für den Bereich „Innenstadt Süd“ soll neue Gastronomie im Bereich rund um das Fuldaer „Bermudadreieck“ wieder einfacher möglich werden. Das Vorhaben brachte der Ausschuss für Bauwesen, Stadtplanung, Klimaschutz und Mobilität der Stadtverordnetenversammlung in seiner Sitzung am Dienstagabend auf den Weg.

Fotos: Stephanie Trapp.

„Wir wollen das Baurecht anpassen, an die Gegebenheiten, wie sie sind“, erklärte Stadtbaurat Daniel Schreiner die Notwendigkeit für die angestrebte Änderung. Als der aktuell gültige Bebauungsplan für den Bereich im Jahr 2000 aufgesetzt worden sei, habe es die Idee gegeben, dort ein ruhigeres Wohnviertel wachsen zu lassen, deshalb sei die Ansiedlung neuer Gastronomiebetriebe gedeckelt worden. „Das Gebiet hat sich weiterentwickelt, die Stadt Fulda hat sich weiterentwickelt“, blickte Ausschussvorsitzender Michael Ruppel (CDU) auf die Zeit seitdem: „Wir haben in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Ausnahmegenehmigungen arbeiten müssen.“ Schreiner nannte als Beispiel „schwierige Konstrukte“, die erschaffen werden, wenn auf bisherigen Ladenflächen gastronomische Angebote entstehen sollen. Das soll sich nun wieder ändern. Der Stadtbaurat betonte dabei, dass die Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetztes, in dem unter anderem das Thema Lärm geregelt ist, davon natürlich unberührt blieben.

In der Diskussion war klar herauszuhören, dass in dem Viertel verschiedene Interessen aufeinanderprallen. Die einen nutzen die Bars und Kneipen gerne zum Feiern und andere wiederrum wohnen in den Häusern dort und möchten nachts ihre Ruhe haben. Dr. Thomas Bobke (SPD) betonte: „Es ist wichtig die Interessen beider gegeneinander abzuwägen – und zwar sorgfältig“. Denn das Lärm-Problem bestehe nach wie vor, da einzelne Betriebe die Nachtruhe nicht einhalten würden. „Wir müssen Lösungen miteinander finden“, appellierte Bobke. Auch Peter Bleuel (CDU) sagte: „Wir sollten es neu regeln, mit allem, was es betrifft.“ Das sahen auch die anderen Fraktionen so, denn am Ende stimmte der Bauausschuss einstimmig für die Aufstellung des Bebauungsplans.