Mit einem Dialog zwischen der Künstlerin und der Kunsthistorikerin Julia Latzel wurde die Ausstellung eröffnet. Bezugnehmend auf das japanische Konzept „Ma-Ai“ – ein lebendiger Zwischenraum, der nicht trennt, sondern trägt – öffnet die Ausstellung einen Resonanzraum für die Besuchenden, der im Dazwischen Gestalt annehmen kann.
Dr. Frank Verse, Leiter des Vonderau Museums, verwies in seiner Begrüßung vor den zahlreichen Gästen auf die Besonderheit der historischen Friedhofskapelle. Diese wurde ursprünglich bereits 1475 auf einem Friedhof vor dem Kohlhäusertor errichtet und 1537 abgebaut, um an ihrem heutigen Standort wieder aufgebaut zu werden.
Erst kürzlich sei die Renovierung und Umgestaltung der Kapelle abgeschlossen worden, erklärte Verse. Nun stehe der Raum unter der Ägide des Museums als neuer Ausstellungsort zur Verfügung.
Zu den Gästen der Vernissage zählten unter anderem Dr. Thomas Heiler, ehemaliger Leiter des Kulturamtes, Monika Ebertowski von der Kunststation Kleinsassen sowie Franziska Ihle-Wirth vom Amt für Baudenkmalpflege, die an der Renovierung und Umgestaltung der Kapelle beteiligt war.
Die Ausstellung „MUTTERLAND“ ist bis zum 28. Juni jeweils donnerstags bis sonntags von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Begleitend werden Workshops angeboten. Zur Finissage am 28. Juni um 11 Uhr ist zudem eine Performance der Gruppe COMACT geplant.
