Unter dem Motto „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“ hatten sich die Kinder und Jugendlichen im Schuljahr 2025/26 mit aktuellen europäischen Fragestellungen auseinandergesetzt. Ob Vielfalt, Gerechtigkeit, Mitbestimmung oder Zusammenhalt – die Themen wurden in kreativen Arbeiten aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Für die Stadt Fulda begrüßte Stadtrat Franz-Josef Heimann die Gäste und überbrachte die Grüße von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Er würdigte die Bedeutung des Wettbewerbs, der seit seiner Gründung im Jahr 1953 zu den renommiertesten Schülerwettbewerben Deutschlands zählt. Bundesweit beteiligten sich in diesem Jahr rund 80.000 Schülerinnen und Schüler an mehr als 1.300 Schulen. „Von der ersten Klasse bis zum Abitur sind alle Schülerinnen und Schüler eingeladen, zu aktuellen europäischen Themen kreative Beiträge einzureichen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt“, sagte Heimann. Der Wettbewerb eröffne jungen Menschen die Möglichkeit, sich mit europäischen Fragestellungen auseinanderzusetzen und diese im Unterricht zu vertiefen.
Zugleich hob er den gemeinschaftlichen Gedanken hervor, der hinter vielen Beiträgen stehe. „Es wird immer wieder betont, wie wichtig dieser Europa-Gedanke ist“, erklärte Heimann. Wettbewerbe wie dieser stärkten nicht nur das Wissen über Europa, sondern auch den Zusammenhalt und das gemeinsame Arbeiten an einem Ziel. Auch Fulda habe eine besondere Verbindung zum europäischen Gedanken. Heimann erinnerte dabei an den heiligen Bonifatius, dessen Grab sich nur wenige Meter entfernt im Fuldaer Dom befindet. „Ein ganz berühmter Europäer ist in Fulda begraben. Deshalb ist es für uns als Bürgerinnen und Bürger der Stadt eine besondere Ehre, diese Auszeichnungen vorzunehmen“, betonte er.
Andreas Scheibelhut, Vorsitzender des Kreisverbands Fulda-Hünfeld der Europa-Union, griff das diesjährige Motto in seiner Ansprache auf. „Bei ,Europa: Recht, Respekt, Realität‘ könnte man kaum ein besseres Thema wählen“, betonte er. Die eingereichten Arbeiten hätten gezeigt, wie intensiv sich junge Menschen mit Fragen von Vielfalt, Gerechtigkeit und Mitbestimmung beschäftigen. „Viele Schülerinnen und Schüler haben sich kreativ und eindrucksvoll mit diesen Themen auseinandergesetzt“, lobte Scheibelhut. Gerade die junge Generation zeige mit ihren Beiträgen, dass sie bereit sei, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv mit gesellschaftlichen Entwicklungen auseinanderzusetzen.
Von den insgesamt 169 ausgezeichneten Teilnehmerinnen und Teilnehmern erhielten 42 einen Landespreis II, weitere 14 sogar einen Landespreis I. Viele der prämierten Arbeiten waren im Anschluss an die Feierstunde im Stadtschloss ausgestellt und gaben einen eindrucksvollen Einblick in die Gedankenwelt der jungen Europäerinnen und Europäer. Die Veranstaltung machte einmal mehr deutlich, dass Europa für viele Schülerinnen und Schüler nicht nur ein politisches Projekt ist, sondern ein Lebensraum, den sie aktiv mitgestalten wollen.
