Zudem wurde vergangene Woche in kleiner feierlicher Runde der Mietvertrag zwischen der Familie Köhler und der AWO unterschrieben. Anwesend waren unter anderem neben der Familie Köhler Vertreter des Vorstands der AWO Fulda und des Jugendwerk Nordhessen sowie der Geschäftsführer der AWO Fulda. Die L14zwo kann als ein „Haus der Möglichkeiten“ angesehen werden und ist fester Ankerpunkt für Ehrenamt und Engagement in Fulda. Die zahlreichen Projekte wachsen und entstehen durch die Initiative und das Herzblut der aktiven Personen im Haus. Hier kommen Menschen unabhängig von Geldbeutel, Status oder Herkunft zusammen, um zu reparieren, Wissen auszutauschen, sich kreativ zu entfalten oder gemeinsam an einer sozial gerechteren Gesellschaft zu arbeiten. Mit dem Umzug in die Löherstraße bietet sich die Chance, Teil der dortigen Kulturmeile zu werden. Gleichzeitig stehen die verschiedenen Gruppen vor der Herausforderung, die neuen Räumlichkeiten von Grund auf zu renovieren.
Ein Ort für Nachhaltigkeit und soziale Vielfalt – In dem Haus bündelt sich die Energie zahlreicher Initiativen:
Gelebte Nachhaltigkeit: Im Repair-Café „Erneuer:Bar“ wird gemeinsam Defektes repariert. Der Kleidertauschladen, die NähBar und die Siebdruckwerkstatt bieten kreative Antworten auf Fast Fashion. In „Günters Holzwerkstatt“ werden alte Möbel aufbereitet, während FoodSharing und die „Küche für alle“ (KüfA) aktiv gegen Lebensmittelverschwendung wirken. Der LeihLaden bietet eine Vielzahl an Werkzeugen und Haushaltsartikeln zum Ausleihen und durch das VerschenkeRegal finden nützliche Gegenstände ein neues Zuhause.
Soziales & Kultur: Jugendgruppen, politische Initiativen und Sprachkurse nutzen die Räume als niedrigschwelligen Ort des Austauschs. Zudem gibt es Platz für Bildungsveranstaltungen, Workshops und kleine Konzerte – ganz ohne kommerziellen Druck oder Konsumzwang.
Finanzielle Hürde: Renovierung kostet Geld. Da sich das Haus zum größten Teil über Spenden finanziert, sind die anstehenden Renovierungskosten ein enormer Kraftakt. Das gesammelte Geld der Crowdfunding-Kampagne soll direkt in die Erneuerung der Elektrik investiert werden, damit Nähmaschinen und Lötkolben sicher laufen. Zudem müssen Trockenbau und weiteres Renovierungsmaterial finanziert werden und im Erdgeschoss im Sinne der Barrierefreiheit ein rollstuhlgerechtes Bad entstehen. Das Crowdfunding läuft ab sofort. Unterstützerinnen und Unterstützer können das Projekt der AWO unter betterplace.org/p179838 direkt mit einer Spende unterstützen.
