Eigentlich wäre am Dienstag die Entscheidung um den Aufstieg in die KOL gefallen: Die SG Distelrasen lädt um 19 Uhr zum Heimspiel nach Hinstersteinau gegen Nüsttal/Dammersbach, und Lauterbach gastiert in Heringen bei der SG Werratal. Nun ist eine Entscheidung zwar möglich, aber zumindest nicht sicher: Nur wenn der VfL gewinnt und Distelrasen patzt, wäre Lauterbach aufgestiegen.
Nach den dramatischen Szenen in Lauterbach vor wenigen Tagen liegt der Fokus bei der SG Distelrasen wieder voll auf dem Sport: „Es wird nicht einfach – keiner wird umsonst Vizemeister in seiner A-Liga“, warnt Rolf Eckart, sportlicher Leiter der SGD, vor den Nüsttalern, die die Mannschaft in Lauterbach beobachtet habe. „Da waren sie offenbar nicht komplett – aber wir wollen definitiv unsere Chance auf den Aufstieg wahren und gewinnen“, macht er klar. Die Voraussetzungen für ein gut besuchtes zweites Heimspiel sind jedenfalls gegeben, und auch Nüsttal/Dammersbach brachte mit dem Sieg zuletzt gegen Motten nochmal etwas Würze rein, da der Vize der A-Liga Mitte nun auch noch eine kleine Chance hat.
Der VfL Lauterbach hat bei der SG Werratal eine vermeintlich machbare Aufgabe vor der Brust, aber nach den Szenen vom Wochenende wohl auch noch anderes im Kopf. Auch Distelrasens Eckart zeigt Verständnis: „Es war ja sogar jemand von uns, der beim Reanimieren des Spielers dabei war. Das war schon eine emotionale Szene“. Das Nachholspiel zwischen dem VfL und der SGD ist nun übrigens auf den 24. Juni terminiert worden – einige Lauterbacher sind nach dem ursprünglich geplanten Ende der Aufstiegsrunde diese Woche unterwegs in den Urlaub, die SGD fliegt wiederum geschlossen am Freitag nach Mallorca und hätte daher gerne am Donnerstag das Spiel durchgezogen. „Auch wenn es zwei Spiele in 48 Stunden gewesen wären“, so Eckart, der die Terminierung als „logische Schlussfolgerung“ dennoch nachvollziehen könne. Die Angst, dass das Spiel gar nicht mehr gebraucht werden könnte, will sich bei der SGD niemand machen: „Wir werden es brauchen“, so die Ansage. Die Spieler sollten dann zumindest in den letzten Zügen der Mannschaftsfahrt „langsamer machen“, schmunzelt der sportliche Leiter.
