Unter den Besucherinnen und Besuchern befanden sich zahlreiche Jugendliche, die sich über den aktuellen Stand informieren und die Diskussion verfolgen wollten. Vor Ort unterstützt wurde die Präsentation unter anderem vom Kinderschutzbund, dem Haus am Kirschberg, Mitgliedern des Ausländerbeirats sowie weiteren Mitgliedern von Mobile. Connor Beranek, Vizepräsident des Stadtjugendparlaments, präsentierte die Ergebnisse der Jugendbefragung. Diese zeigen deutlich, dass sich viele Jugendliche in Lauterbach einen Ort wünschen, der als Treffpunkt dient und gleichzeitig Möglichkeiten für Bewegung und Freizeit bietet. Im Anschluss stellten Katharina Kröll und Anna Lena Erb vom Vorstand des Familienvereins Mobile einen dreistufigen Konzeptvorschlag vor. Dieser sieht zunächst die Schaffung eines frei zugänglichen Treffpunkts mit Sitzmöglichkeiten und Basketballkorb vor. Mittelfristig sollen die seit 2013 eingelagerten Elemente der ehemaligen Skateanlage aufgearbeitet und wieder nutzbar gemacht werden. Langfristig wirbt die Initiative für die Realisierung eines Pumptracks, der von Fahrrädern, Rollern, Skateboards und weiteren Nutzergruppen gemeinsam genutzt werden kann. „Wir wollen kein einzelnes Großprojekt fordern, sondern konkrete und realistische Schritte aufzeigen, die nach und nach umgesetzt werden können“, erklärten Katharina Kröll und Anna Lena Erb.
Die Unterstützerliste für das Projekt wächst nach Angaben der Initiatoren bereits kontinuierlich. Organisiert wird der Austausch unter anderem über eine WhatsApp-Interessengruppe. Noch am Tag der Ausschuss-Sitzung musste die Unterstützerliste aktualisiert werden, nachdem weitere Vereine, Institutionen und Einzelpersonen ihre Unterstützung zugesagt hatten. In der Diskussion wurde neben möglichen Herausforderungen auch auf die Chancen eines Jugendplatzes hingewiesen. Die Initiatoren verwiesen dabei auf den Spielplatz an der Lauter, der sich nach anfänglichen Bedenken zu einem beliebten und gut angenommenen Treffpunkt entwickelt habe. Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller erläuterte den anwesenden Jugendlichen das weitere Verfahren. Die Entscheidung über mögliche Maßnahmen liege bei den Stadtverordneten. Als Ansprechpartner für das Thema wurde insbesondere der Vorsitzende des JSKS-Ausschusses, Oliver Mitze, genannt. Vollmöller hob zudem positiv hervor, dass kleinere und dezentrale Treffpunkte vergleichsweise schnell umgesetzt werden könnten. Zum Abschluss bedankte sich der Ausschussvorsitzende Oliver Mitze ausdrücklich für die Initiative und das Engagement von Stadtjugendparlament und Mobile. „Man merkt, dass ihr für das Projekt brennt“, lauteten zudem mehrere Rückmeldungen aus dem Publikum, die die Präsentation treffend zusammenfassten. Für die Initiatoren steht fest: Lauterbach braucht mehr Orte, an denen Jugendliche sich treffen, bewegen und ihre Freizeit verbringen können. Die große Resonanz auf die Ausschuss-Sitzung habe gezeigt, dass dieses Anliegen von vielen Menschen in der Stadt unterstützt wird.
Weitere Informationen zum Jugendplatz-Projekt, die ausführlichen Umfrageergebnisse sowie mehr Details zum dreistufigen Konzeptvorschlag inklusive Unterstützungsmöglichkeiten gibt es online unter www.mobile-lauterbach.de/jugendplatz
