Bereits kurz nach Beginn füllten sich die Räume des Kulturzentrums. Besucher schlenderten zwischen Ausstellungen, Workshops und Mitmachangeboten, während auf der Bühne Musik aus bekannten Anime-Produktionen zu hören war. Kinder versuchten sich an japanischen Wasserspielen, andere Besucher falteten Origami oder beobachteten die Vorführungen der Kampfsportvereine.
„Wir sind sehr zufrieden. Das wird gut angenommen“, sagte Ana Weber aus dem Organisationsteam im Gespräch mit der Osthessen-Zeitung. Bereits in den vergangenen beiden Jahren habe sich das Fest etabliert. Dass die Veranstaltung in diesem Jahr erstmals an zwei Tagen stattfand, sei ein weiterer Schritt nach vorne. „Wir sind auch sehr glücklich, dass wir dieses Jahr auf zwei Tage expandieren konnten. Das klappt super.“
Am Samstag hatte das Programm mit Pokémon- und Yu-Gi-Oh!-Turnieren im Löwenherz LGS sowie Anime-Vorführungen im Kino35 begonnen. Der Sonntag im Kreuz zeigte dann die ganze Bandbreite japanischer Kultur – von Manga-Zeichenkursen über Kalligrafie bis hin zu Bonsai und traditionellen Kampfkünsten.
Gerade diese Mischung mache den besonderen Charakter der Veranstaltung aus. „Das Besondere ist, dass wir alle zusammenbringen“, erklärte Weber. Hinter dem Fest stehe dabei ausschließlich ehrenamtliches Engagement. „Alle helfen in ihrer Freizeit mit, damit das hier so möglich ist.“
Zu den Höhepunkten des Nachmittags gehörten die Vorführungen des Bujinkan Dojo Fulda und des Koryukan Dojo Fulda, die Einblicke in verschiedene japanische Kampfkünste gaben. Gleichzeitig zog die Bonsai-Ausstellung zahlreiche Interessierte an, während Manga-Fans bei den Zeichenworkshops selbst kreativ werden konnten.
Bis zum späten Nachmittag herrschte auf dem Gelände reger Betrieb. Vieles sprach dafür, dass das Japanfest seinen festen Platz im Fuldaer Veranstaltungskalender weiter ausbaut. Die Planungen für eine vierte Auflage laufen bereits. „Ist in Planung“, sagte Weber mit einem Lächeln. „Wir wollen auf jeden Fall weitermachen.“
