Lokales FD 30.06.2026

Hitzewelle im Klinikum spürbar – Viele Maßnahmen auf Stationen

Fulda (st) – Die große Hitze der vergangenen Woche machte vielen Menschen zu schaffen. Auch im Klinikum Fulda war das zu spüren. In der Notaufnahme stieg die Schlagzahl an und auf den Stationen wurde mit Verschattung, Lüften zu den richtigen Zeiten und viel Flüssigkeitszufuhr alles dafür getan, um die Situation für Patienten und Mitarbeitende möglichst angenehm zu gestalten.

Archivfoto: Jasha Günther

„Die Hitzewelle der vergangenen Tage bedeutete eine enorme Belastung für den Körper“, erklärt Peter Jacob aus der Unternehmenskommunikation des Klinikums Fulda. Besonders betroffen seien Menschen der älteren Generationen, chronisch Herz-Kreislauf-Erkrankte und auch Kleinkinder. Dehydration und Störungen des Elektrolythaushalts seien typische Symptome, die verstärkt beobachtet werden konnten. Auch in der Notaufnahme sei dies zu spüren gewesen. „Die Mitarbeitenden unserer Notaufnahme sind kontinuierlich stark gefordert – unabhängig von den jeweiligen Außentemperaturen. Während der Hitzewelle in der vergangenen Woche haben wir jedoch ein Plus verzeichnet. Täglich wurden etwa drei bis vier Patientinnen und Patienten mehr aufgrund der Hitzeproblematik versorgt“, wie Jacob berichtet.

Nicht nur in der Notaufnahme waren die hohen Temperaturen spürbar. Auf den Stationen des Klinikums wurde jedoch der großen Hitze so gut es ging entgegengewirkt. „Wir legen großen Wert auf ein angenehmes Raumklima für Patientinnen, Patienten und das Personal, auch während der Sommermonate“, so Jacob. Viele Bereiche wie zum Beispiel die Intensivstationen, Operationssäle und Funktionsbereiche seien mit einer modernen Klimaanlage ausgestattet. Und auch in vielen Patientenzimmern sorgen Belüftungssysteme und eine gute Isolierung, für einen effektiven Hitzeschutz. „Bei Neubau- und Sanierungsprojekten achten wir zudem auf eine optimierte Gebäudehülle, die das Eindringen von Wärme minimiert“, berichtet Jacob. Außerdem seien in den vergangenen Jahren positive Erfahrungen mit Kühldecken gemacht worden.

Nicht nur durch bauliche Vorkehrungen werde auf das Wohl von Patientinnen, Patienten und Personal geachtet. Auch weitere Maßnahmen werden ergriffen. Mit Verschattung durch außenliegende Jalousien oder Rollläden soll ein direktes Aufheizen der Räume durch Sonneneinstrahlung verhindert werden. „Wir achten darauf, die Zimmer in den kühleren Morgenstunden zu lüften und tagsüber die Fenster geschlossen zu halten“, berichtet Jacob weiter. Im Einzelfall würden in Zimmern ohne Klimaanlage auch Ventilatoren zur Verfügung gestellt. Auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr werde geachtet, denn diese sei bei Hitze von zentraler Bedeutung. „Unsere Patientinnen und Patienten werden aktiv dazu angehalten, ausreichend zu trinken. Es wird jederzeit eine Vielzahl an Getränken wie Wasser, Tee oder Säfte angeboten und das Pflegepersonal achtet auf eine regelmäßige Zufuhr, insbesondere bei älteren oder geschwächten Menschen“, so Jacob.

Auch die Mitarbeitenden sind von der extremen Hitze betroffen – insbesondere diejenigen, die nicht in klimatisierten Bereichen arbeiten oder körperlich anstrengende Tätigkeiten ausführen. Auch dort werden gezielt Vorkehrungen getroffen, zum Beispiel durch das kostenlose zur Verfügung stellen von Mineralwasser. „Am vergangenen Mittwoch wurde zudem an alle Beschäftigten kostenloses Eis verteilt“, wie Jacob berichtet. Darüber hinaus sei durch die ausgedehnte Begrünung und die Pflanzung großer Bäume auf dem Vorplatz ein angenehmer Aufenthaltsbereich entstanden. Zugunsten dieser „grünen Oase“, sei bewusst auf zusätzliche Parkflächen verzichtet worden, wie Jacob berichtet. Gerade im Sommer werde dieser Platz von Patientinnen, Patienten, Besuchern und den Mitarbeitenden sehr gut angenommen.