Lokales FD 09.06.2026

Haimbacher Reservisten absolvieren SAN- und WuG-Ausbildung

Haimbach (pm/sim) – Unter der Gesamtleitung von Oberstabsfeldwebel a. D. Uwe Lengsfeld absolvierten Reservisten sowie Förderer der RK Haimbach eine Sanitäts- (SAN) sowie eine Waffen- und Geräteausbildung (WuG).

Fotos: Reservistenkameradschaft Haimbach

Bei der SAN-Ausbildung, welche durch Obergefreiten d. R. Thomas Anton durchgeführt wurde, lernten die Teilnehmer unter anderem das Anlegen eines Druckverbandes, das Abbinden von Gliedmaßen durch ein sogenanntes Tourniquet sowie den Umgang mit einer „Israeli Bandage“.

Bei dem Tourniquet handelt es sich um ein Abbindesystem, durch das der Blutfluss in den Venen oder Arterien gestaut oder vollständig unterbrochen werden kann. Es ist nach einem Druckverband die nächste Möglichkeit, um starke Blutungen zu versorgen. Das Tourniquet, das seinen Ursprung im militärischen Bereich hat, gehört mittlerweile zur Standardausrüstung ziviler Rettungskräfte und wird auch von Polizeiangehörigen mitgeführt.

Die Israeli Bandage, auch Notfallbandage genannt, ist ein speziell entwickelter Druckverband, um Blutungen nach traumatischen Verletzungen in Notsituationen zu stoppen. Zudem wurde das sogenannte „QuikClot“ vorgestellt. Hierbei handelt es sich um einen Blutgerinnungsbeschleuniger, der heute in Schwämmen oder kleinen Kissen verwendet wird.

Diese SAN-Ausbildung hatte zum Ziel, den Teilnehmern das Wissen zu vermitteln, wie leichte, schwere aber auch schwerste Verletzungen aus dem zivilen Bereich, etwa nach Arbeits- oder Verkehrsunfällen, sowie aus dem militärischen Bereich möglichst schnell und effektiv versorgt werden können.

Bei der anschließenden WuG-Ausbildung unter der Leitung von Stabsunteroffizier d. R. Michael Lauer wurden die Kenntnisse an der Erdziellafette sowie dem Fliegerdreibein für das Maschinengewehr MG3 aufgefrischt.

Die Teilnehmer erlernten das Aufbauen und Abbauen der Erdziellafette, die Bezeichnung der einzelnen Komponenten sowie den Umgang mit Zielfernrohr und Richtbogen. Im Anschluss wurde das Fliegerdreibein für das MG3 geschult. Dieses dient dazu, den Rückstoß des Maschinengewehrs zu absorbieren und ermöglicht dem Schützen eine präzise Führung der Waffe.

Beim Abschlussantreten bedankte sich Lengsfeld bei Stabsunteroffizier d. R. Michael Lauer, Obergefreitem d. R. Thomas Anton sowie allen Teilnehmern für die Organisation, Durchführung und Bereitstellung von Material und Ausrüstung.