Es nehme sogar weiter zu, betonte er im Verlauf seines Rechenschaftsberichts mit Verweis auf den erfreulichen Zugang von vier Neumitgliedern. Diese spiegelten diesen Trend wider, von dem Schwab sich erhofft, dass „wir im nächsten Jahr zumindest wieder eine gleichbleibende Zahl an Mitgliedern, wenn nicht vielleicht sogar ein Plus verzeichnen können“.
Zeichen des Friedens
An sicherheits- und verteidigungspolitisch relevanten Themen mangelt es der Fuldaer GSP-Sektion jedenfalls nicht. Das machte Schwab in seinem Bericht deutlich, den er angelehnt an die Position von Papst Leo XIV. mit dem Satz „Appell gegen die Verrücktheit des Krieges“ überschrieben hatte. So sehr sich der Einzelne persönlich auch für den Frieden einsetzen mag, läge es „letztlich doch an den Mächtigen dieser Welt, den Trumps, Putins und Xis, wie kriegerisch oder vielmehr wie friedlich es auf unserem Planeten zugeht“. Vor diesem Hintergrund empfindet Schwab den jüngsten Aufruf des Papstes als ein „ermutigendes Zeichen für den Frieden“.
Auch die Fuldaer GSP-Sektion verstehe ihre Arbeit angesichts des weiter anhaltenden Kriegs in der Ukraine, dem zurückliegenden US-Einsatz in Venezuela, dem Iran-Konflikt oder den Kämpfen im Libanon und der Gaza-Frage nicht nur als Informations-, sondern auch als Friedensarbeit im Rahmen des Möglichen.
Projekt Gesamtverteidigung
Vor diesem Hintergrund gewinne das Projektthema des GSP-Bundesverbands für 2026 „Gesamtverteidigung Deutschland“ besonders an Bedeutung. Ziel sei es, durch entsprechende Angebote das Bewusstsein für Bedrohung, Lage und Aufgaben der zivilen Seite der Gesamtverteidigung zu stärken und damit Schutz, Vorsorge, Handlungsfähigkeit und Resilienz der Gesellschaft zu erhöhen. Mit dem Ende des letzten Jahres von Frank Reith, Leiter des Fachdienstes Gefahrenabwehr beim Landkreis Fulda, angebotenen Vortrag „Blaulicht vs. neue Herausforderungen in der Gefahrenabwehr“ habe die GSP-Fulda bereits gezeigt, dass „die Sektion am Puls der Zeit ist“.
Neue Angebote und Formate
Erstmals habe die GSP im vergangenen Jahr neben dem klassischen Schulvortrag gemeinsam mit dem Landesverband Hessen des Deutschen Journalistenverbands (DJV) auch die Ausstellung „EU on tour“ an der Rabanus-Maurus-Schule anbieten können. Diese Präsentation wurde um einen Schreibwettbewerb ergänzt, der sich mit der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik beschäftigte.
Neu im Angebot der GSP-Sektion sind laut Schwab Besichtigungen mit Vorträgen in der Region als „Ergänzung zum bestehenden fixen Vortragsprogramm“. Der Startschuss fiel bereits mit einem Besuch des Black-Horse-Museums im ehemaligen Kasernengelände bzw. einem Vortrag zu „250 Jahre USA“.
Öffentlichkeitsarbeit / Kooperationen
Fuldas GSP-Sektionsleiter setzt weiterhin verstärkt auf Kooperationen. „Geschätzte und bewährte Partner waren und sind seit vielen Jahren die Akademie des Bistums Fulda mit Direktor Gunter Geiger sowie die Rabanus-Maurus-Schule mit Ansprechpartner Bastian Michel.“ Seit über einem Jahr arbeitet die Sektion ebenfalls erfolgreich mit dem DJV zusammen, mit dem vom 16. Januar bis 28. Februar 2025 die Ausstellung „Ukraine: Journalists in WAR zones“ im Bonifatiushaus präsentiert werden konnte. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit dem Verband der Reservisten weiter ausgebaut werden. Ende August wird es bereits eine erste gemeinsame Veranstaltung im Kanzlerpalais geben.
Wie Schwab betonte, sei all dies nur möglich dank der hervorragenden Zusammenarbeit innerhalb des Vorstands um Michael Trost, Gisbert Hluchnik, Ingolf Mann und Fritz Sturm. Besonders erinnerte er an Michael Blum, seinen leider überraschend 2025 verstorbenen Stellvertreter.
Mitgliederentwicklung
Leider blieb das Ziel, die Mitgliederzahlen der Sektion wieder zu erhöhen, unerreicht. Fünf Mitglieder verstarben, ein weiteres schied altersbedingt aus. Vier Neumitglieder konnten jedoch nicht zuletzt durch die von Michael Trost vorbereiteten und durchgeführten Fahrten hinzugewonnen werden.
Junge GSP
Das Thema „Junge GSP“ werde ein „Dauerbrenner“ bleiben. Die Nachbarsektion in Bad Kissingen habe erfolgreich eine Gruppe von Nachwuchs-GSPlern aus der Taufe gehoben. Wie Schwab betonte, „werden auch wir eigene Möglichkeiten nach dem Kissinger-Modell ausloten“.
Beiträge zu Vorträgen, Fahrten, Ausstellungen sowie Terminhinweise sind auf der Homepage des Verbands unter www.gsp-sipo.de zu finden.
Vorschau 2026
Noch bis zum 25. Juni 2026 ist im Bonifatiushaus die Ausstellung „Die Partei hat immer recht – Die SED im Alltag der DDR“ des Historikers und ehemaligen wissenschaftlichen Leiters des DDR-Museums Berlin, Dr. Stefan Wolle, zu sehen.
Weitere Termine sind unter anderem der Vortrag „Charkow 1943 und Bachmut 2023 – Bewegungskrieg versus Stellungskrieg in der Ukraine“ am 9. Juni 2026 mit Dr. Karl-Heinz Frieser sowie der Akademieabend zu „Hybride Kriegsführung und Soziale Medien“ am 29. August 2026 im Kanzlerpalais.
Abgerundet wird das Programm durch die „Sicherheitspolitische Jahresfahrt“ vom 30. August bis 1. September 2026 nach Berlin.
„Angesichts der vielen Konflikte und Kriege in der Welt wollen wir durch vertiefende Information Entscheidungshilfen an die Hand geben und uns für den Dialog einsetzen“, unterstrich Schwab. Er appellierte an Mitglieder und Gäste: „Nutzen Sie unsere Angebote.“
