Polizeipräsident Michael Tegethoff würdigte Heil als eine Persönlichkeit, die die Polizeistation Fulda über Jahre hinweg geprägt habe. „Wir verabschieden heute nicht nur eine herausragende Führungskraft, sondern auch ein Stück Polizeigeschichte“, sagte Tegethoff. Die Polizeistation Fulda nehme mit rund 120 Mitarbeitenden eine herausragende Stellung innerhalb der hessischen Polizei ein. Umso bedeutender sei der Wechsel an ihrer Spitze.
Peter Heil blickt auf mehr als 41 Dienstjahre zurück. Nach seinem Eintritt in den Polizeidienst im Jahr 1985 führte ihn sein beruflicher Weg über verschiedene Stationen schließlich Ende der 1990er-Jahre nach Fulda. Nach mehreren Führungsfunktionen leitete er zunächst die Polizeistation Gersfeld, ehe er 2020 nach Fulda zurückkehrte und zunächst kommissarisch, später dauerhaft die Leitung der größten Polizeistation Osthessens übernahm.
Besonders hob Tegethoff Heils Einsatzbereitschaft hervor. Ob Demonstrationen, Fußballspiele, Großveranstaltungen oder zuletzt der Hessentag – Heil sei nie derjenige gewesen, der Einsätze aus der Distanz begleitet habe. Stattdessen habe er Verantwortung direkt vor Ort übernommen. „Da, wo es wichtig war, war Peter Heil vor Ort“, sagte der Polizeipräsident. Mit seiner ruhigen Art, seiner Loyalität und seiner Verlässlichkeit habe er die Polizeidirektion Fulda intern wie extern hervorragend repräsentiert.
Ein besonderer Meilenstein seiner Amtszeit sei der Hessentag 2026 gewesen. Heil verlängerte seinen eigentlich geplanten Ruhestand eigens um 18 Monate, um die Einsatzplanung und Durchführung der Großveranstaltung weiterhin verantworten zu können. Für Tegethoff ein Zeichen außergewöhnlicher Verbundenheit mit seiner Aufgabe.
Auch Fuldas Bürgermeister Dag Wehner würdigte die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei. Gerade in den vergangenen Jahren mit der Corona-Pandemie, zahlreichen Versammlungslagen, den Domplatz-Konzerten, der Landesgartenschau und zuletzt dem Hessentag sei Heil ein verlässlicher Ansprechpartner gewesen.
„Du warst nie im Hintergrund, sondern mitten im Geschehen“, sagte Wehner. Die Zusammenarbeit sei stets von gegenseitigem Vertrauen, Offenheit und dem gemeinsamen Ziel geprägt gewesen, Sicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig ein lebendiges öffentliches Leben in Fulda zu ermöglichen. Dass Veranstaltungen mit Hunderttausenden Besuchern reibungslos verlaufen seien, sei auch Ergebnis dieser engen Abstimmung.
Sichtlich bewegt bedankte sich Peter Heil selbst für die Wertschätzung. Besonders hob er seine Familie hervor, ohne deren Unterstützung sein beruflicher Weg nicht möglich gewesen wäre. Sein Dank galt zugleich allen Wegbegleitern, Vorgesetzten sowie den Kolleginnen und Kollegen, die ihn während seiner Laufbahn begleitet hätten.
Mit Thomas Wagner übernimmt nun ein erfahrener Polizeibeamter die Leitung der Polizeistation Fulda. Wagner kennt die Dienststelle und die Region seit vielen Jahren. In seiner Laufbahn war er unter anderem in verschiedenen Führungsfunktionen innerhalb der Polizeidirektion Fulda tätig und wirkte zuletzt maßgeblich an der Vorbereitung und Durchführung des Hessentages mit.
Polizeipräsident Tegethoff zeigte sich überzeugt, dass Wagner beste Voraussetzungen für die neue Aufgabe mitbringe. Fachliche Kompetenz, umfangreiche Einsatzerfahrung und seine Persönlichkeit seien das Fundament dafür, die Polizeistation erfolgreich weiterzuführen.
Auch Wagner selbst machte deutlich, wie groß der Respekt vor der neuen Aufgabe sei. „Ich gehe diese Funktion mit großem Respekt, aber auch mit Stolz an“, sagte er. Sein Ziel sei es, gemeinsam mit den Mitarbeitenden die öffentliche Sicherheit weiter zu gewährleisten und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Polizei zu stärken.
Dabei setzte Wagner auf Kontinuität und Zusammenarbeit. Die Polizei wolle weiterhin sichtbar, erreichbar und ansprechbar für die Menschen in der Region sein. Zugleich kündigte er an, den engen Dialog mit den Kommunen, den Sicherheitsbehörden und allen Partnern fortzuführen. An seine neuen Kolleginnen und Kollegen richtete er die Bitte um Vertrauen: Gemeinsam wolle man Ideen entwickeln und die Polizeistation erfolgreich in die Zukunft führen.
Der Amtswechsel endete mit lang anhaltendem Applaus – für einen Polizeibeamten, der nach über vier Jahrzehnten seinen Dienst beendet, und für seinen Nachfolger, der nun die Verantwortung für eine der größten Polizeistationen Hessens übernimmt.
