Lokales FD 13.06.2026

Ehemalige KZ-Häftlinge aus Polen zu Besuch in Hünfeld

Hünfeld (pm/gü) – Sechs ehemalige KZ-Häftlinge und Verfolgte des Nazi-Regimes aus Polen hat Bürgermeister Benjamin Tschesnok im Hünfelder Rathaus empfangen. Auf Einladung des Caritas-Verbandes Fulda und des Maximilian-Kolbes-Werkes verbringen die Männer und Frauen zehn Tage im Hünfelder Kloster. Von dort aus erkunden sie die Rhön, schauen sich Städte und Museen an und nutzen die Zeit zur Erholung.

Beim Gruppenbild vorm Rathaus (von links): Aleksandra Flic-Bauer, Zofia Kamionowska, Anna Pliszka, Bürgermeister Benjamin Tschesnok, Irena Szczurek, Wieslaw Cislak (Dolmetscher), Anna Janowska-Cioncka, Gisela Bauer (Caritas) und Krzysztof Grzesiak. Foto: Stadt Hünfeld.

Tschesnok hieß die Gruppe herzlich willkommen in Deutschland, auch wenn es das Land sei, in dem ihnen Schreckliches widerfahren sei. Die Männer und Frauen zwischen 84 und 90 Jahren waren als Kinder oder Jugendliche während des Zweiten Weltkrieges in Konzentrationslagern oder Ghettos untergebracht, eine von ihnen hielt sich versteckt. Im Gegensatz zu vielen anderen überlebten sie die Barbarei. Mit dem Flugzeug sind sie von Warschau, Krakau und Breslau nach Deutschland gereist. Beim Empfang in Hünfeld sahen sie sich einen Film über die Konrad-Zuse-Stadt auf Polnisch an und sprachen mit dem Bürgermeister unter anderem über die intensive Städtepartnerschaft zwischen Hünfeld und Proskau in Polen – und wie wichtig ein solcher Austausch für ein geeintes Europa sei. Mit Geschenken verabschiedete Tschesnok die Gruppe und deren Betreuer.