Das Projekt „Demokratie braucht Engagement – jeden Tag!“ startete am 18. Mai mit einer Veranstaltung zum Thema Grungesetz. Es wurde eine Fotosammlung zusammengestellt, die für den Demokratiekalender verwendet wird. Der Kalender soll zum Ende des Jahres erstellt werden und ist für 2027 verwendbar. Jeden Monat soll ein Bild von dem Kalender im Intranet für die Studentinnen und Studenten hochgeladen werden.
„Es ist interessant: Man sieht, wie Juristinnen und Juristen mit dem Grundgesetz umgehen“, so die Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Ritter.
Birgit Hohmann, die für den Demokratie-Kalender zuständig ist, erzählte noch etwas über die Entstehung des Kalenders. Es wurden Studierende als auch Beschäftigte befragt, was sie unter Demokratie verstehen. Die Befragten hatten die Möglichkeit, ein Plakat anzufertigen und dann von einem engagierten Fotografen abgelichtet zu werden. „Es sind schöne Fotos entstanden, sowohl inhaltlich als auch optisch“, so Birgit Hohmann über ihr Projekt. Außerdem fanden zwei Workshops statt zum Thema Debattenkultur für Studierende und Beschäftigte der Hochschule.
Ein weiteres Projekt war der Wertebaum, der von Sophie Rothmann vorgestellt wurde. Der Wertebaum war in der Bibliothek ausgestellt – mit der Frage, welche europäischen Werte für die Studentinnen und Studenten am wichtigsten sind. Zwei Tage war der Baum aufgestellt, an denen die Studierenden mit Hilfe von bunten Stickern entscheiden konnten, was die wichtigsten Werte für sie sind, und dort jeweils einen Sticker ankleben. Es war aus dem Baum herauszulesen, dass die wichtigsten Werte der Studentinnen und Studenten die Achtung der Menschenrechte, Frieden und Würde des Menschen sind. Außerdem wurden zwei weitere Punkte dazugeschrieben, wie Freundschaft und Einsicht, was für Studenten auch ein wichtiger Wert ist.
Von der Bibliothek wurde ein Bücherturm zum Thema zusammengestellt, mit verschiedenen Büchern rund um das Thema Demokratie. In den zwei Wochen, in der die Aktion lief, wurde eine Postkartenaktion veranstaltet, die an eine Kampagne der Kasseler Anwältin und SPD-Politikerin Elisabeth Selbert erinnert. Sie kämpfte im Jahr 1948 mit ihrer Kampagne dafür, dass im Grundgesetz die Gleichberechtigung von Männern und Frauen aufgenommen wird.
„Die Aktion hat dazu beigetragen, dass Artikel 3 durchgesetzt, aufgenommen und erweitert wird. Und nicht, dass einfach im Gesetz drinsteht, dass alle Menschen gleich sind“, so Prof. Dr. Martina Ritter über die Kampagne mit den Postkarten.
Carolin Mantel-Görner, die für die Postkartenaktion zuständig war, erläuterte: „Wir haben die Aktion zum Anlass genommen, die Möglichkeit zu geben, zum Grundgesetz zu reflektieren. Das heißt, wir haben Fragestellungen und auch Aktivierungen entwickelt, zu denen Studierende und Mitarbeiter mal beschreiben konnten, womit sie Demokratie unterstützen.“ Die Postkarten werden an einer Litfaßsäule in der Bibliothek ausgestellt.
Am Dienstag findet eine Lesung im Café Chaos um 19 Uhr mit Tomer Dotan-Dreyfus statt, der aus seinem autobiographischen Werk „Kleinheimisch: Kindheit in Israel, Leben in Deutschland“ vorlesen wird.
Zum Schluss bedankte sich Prof. Dr. Martina Ritter sich bei allen, die sich an dem Projekt beteiligt haben und deutete etwas für das Wintersemester an, was an die zwei Projektwochen anschließt: Es sollen mehr Studierende integriert werden, da das aufgrund der kurzen Zeit diesmal nicht möglich war.
