Das Bemerkenswerteste im ersten Durchgang ereignete sich in der 20. Minute. Zuerst bekam Nebojsa Simic eine Zeitstrafe aufgebrummt, weil er sich zu laut über eine Entscheidung der Unparteiischen beschwert hatte. Kaum hatte sich Kristof Palasics im MT-Tor eingerichtet, musste auch der ungarische Keeper für zwei Minuten runter – Wechselfehler. Nur gut, dass die Nordhessen drei Torhüter an diesem Sonntag in der ZAG-Arena dabeihatten, also übernahm nun Laszlo Bartucz den Platz zwischen den Pfosten. Die Niedersachsen nutzten die doppelte Überzahl, August Pedersen stellte mit seinem sechsten Treffer auf 14:9 (22. Minute).
Was ansonsten auffiel: Bei der MT funktionierte das Spiel über den Kreis hervorragend. Meistens legte Dainis Kristopans auf, und Ruben Marchan überlistete Joel Birlehm im Tor der Recken. So kam der Spanier bis zum Wechsel auf sechs Treffer – einer war das Tor zum 16:14 (30.). Weil Aaron Mensing noch nachlegte zum 16:15, hatten sich die Gäste bis zur Pausensirene wieder herangerobbt.
Nach Wiederbeginn setzte sich das muntere Spielchen fort. Beide Teams leisteten sich weiterhin Flüchtigkeitsfehler, aber beiden Teams war anzumerken, dass sie am letzten Spieltag noch einmal alles geben wollten. Arnar Freyr Arnarssson sorgte in seinem letzten Spiel im MT-Trikot für das 22:23 (46.) – es sollte die einzige Führung im zweiten Abschnitt bleiben.
Weil Simic ebenfalls Spaß an dieser Partie fand, Kristopans mehrfach sein Zuspiel-Zauberhändchen präsentierte und weil Marchan weitermachte wie in Durchgang eins, blieb die MT den Hannoveranern auf den Fersen. Und irgendwie passte es, dass Dimitri Ignatow Sekunden vor Schluss den 32:32- Ausgleich markierte. Einen Verlierer hätte diese Partie nicht verdient gehabt.
