Lokales FD 25.06.2026

Bis zu 40 Grad möglich: Osthessen steht vor extremer Hitzewelle

Osthessen (sim) – Die Menschen in Osthessen schwitzen bereits seit Tagen. Schon die gesamte Woche über bestimmen Sonne und hochsommerliche Temperaturen das Wettergeschehen. Doch das, was bislang zu spüren war, könnte lediglich der Vorgeschmack auf das Wochenende gewesen sein. Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes erreicht die aktuelle Hitzewelle nun ihren Höhepunkt – mit Temperaturen, die in Osthessen an der 40-Grad-Marke kratzen könnten.

Archivfoto: Christine Görlich.

Wettermäßig ist es zunächst eher langweilig“, sagt Meteorologin Ines Wiegand vom Deutschen Wetterdienst. Langweilig bedeutet in diesem Fall jedoch strahlender Sonnenschein, kaum eine Wolke am Himmel und vor allem eines: extreme Hitze. Bereits am Freitag werden in Fulda Höchstwerte von bis zu 39 Grad erwartet. Regen ist nicht in Sicht.

Besonders belastend dürfte dabei werden, dass die Hitze auch nachts kaum nachlässt. Vor allem in Städten und dicht bebauten Gebieten sind sogenannte Tropennächte zu erwarten. Die Temperaturen sinken selbst nach Sonnenuntergang nicht unter 20 Grad, wodurch Wohnungen, Häuser und Straßen kaum Gelegenheit haben, sich abzukühlen.

Am Samstag könnte die Hitzewelle ihren Höhepunkt erreichen. „Die Region hat eine geringe Chance, die 40-Grad-Marke zu knacken“, erklärt Wiegand. Für Osthessen wäre das ein außergewöhnlicher Wert. Die Region gilt zwar als sonnig, Temperaturen dieser Größenordnung sind jedoch selten. Auch am Samstag soll die Sonne nahezu ungestört vom Himmel brennen. Lediglich ein geringes Risiko für einzelne Hitzegewitter besteht.

Am Sonntag bleibt es weiterhin hochsommerlich. Mit erwarteten Temperaturen um 38 Grad wird es zwar etwas weniger heiß als am Vortag, von einer Entspannung kann jedoch keine Rede sein. Gleichzeitig richtet sich der Blick der Meteorologen dann bereits auf die Atmosphäre über Mitteleuropa. Denn die könnte zunehmend unter Spannung geraten.

„Wettermäßig wird es dann spannend“, sagt Wiegand. Nach aktuellem Stand könnte die Hitzewelle mit kräftigen Gewittern zu Ende gehen. Auch Unwetter sind nicht ausgeschlossen. Noch sei allerdings offen, wann genau die Gewitter aufziehen und wie intensiv sie ausfallen werden. Das Potenzial für kräftige Entwicklungen sei jedoch vorhanden.

Ab Montag deutet sich schließlich eine spürbare Abkühlung an. Die Temperaturen sollen wieder unter die 30-Grad-Marke sinken. Nach mehreren Tagen mit brütender Hitze, heißen Nächten und rekordverdächtigen Höchstwerten dürfte das für viele Menschen in der Region eine willkommene Verschnaufpause sein.