Traditionell ruft die JU die Geschehnisse des Volksaufstandes 1953 in der DDR ins Gedächtnis und erinnert an die Opfer der rund 40 Jahre dauernden deutschen Teilung. Direkt unterhalb des ehemaligen Beobachtungsturmes der US-Armee bei Rasdorf steht das große Birkenkreuz, das 1976 auf Initiative der Jungen Union Rasdorf aufgestellt wurde. Anlass war damals ein gescheiterter Fluchtversuch aus der DDR, den zwei junge Männer an dieser Stelle wagten.
Die Ereignisse des 17. Juni seien Beleg für den schwierigen Weg, weg von Unterdrückung und Überwachung hin zu Demokratie sind sich die beiden Vorsitzenden der Kreisverbände Alexander Kluge (Bad Salzschlirf) und Markus Böttcher (Bad Salzungen) einig. Am 17. Juni 1953 gingen Menschen auf die Straße. Sie forderten Freiheit, freie Wahlen, Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit. Und sie forderten die Einheit Deutschlands. Damals vergebens. Es gebe Orte, an denen man Geschichte spüren könne. Point Alpha sei ein solcher Ort. Genau hier verlief eine der schärfsten Grenzen der Welt. Hier standen sich Freiheit und Unfreiheit, Demokratie und Diktatur unmittelbar gegenüber.
Flankiert wurde die Veranstaltung der Nachwuchsorganisation von politischen Funktionsträgern der CDU aus der Umgebung. Unter den Gästen waren der Thüringer Landtagsabgeordnete Martin Henkel aus Geisa, der Rasdorfer Bürgermeister Jürgen Hahn, die Eiterfelder Bürgermeisterin Dana Hauke sowie Point-Alpha-Vorstand Philipp Metzler und Berthold Jost, Zeitzeuge und Point Alpha Förderverein. Grundtenor in den Grußworten waren die Bedeutung der Erinnerungskultur, vor allem für die nachfolgenden Generation mit dem Blick in die Zukunft, um so die Diskrepanz zwischen Demokratie und Diktatur deutlich zu machen. Beleuchtet wurde zudem die Bedeutung des Volksaufstandes im regionalen Kontext, wobei sowohl die Ost- als auch die Westperspektive in den Blick genommen wurde.
