Auf dem Gelände des Klinikums entsteht derzeit ein Wohnheim mit insgesamt 173 Wohnplätzen. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund 22 Millionen Euro und soll jungen Menschen, die ihre Ausbildung oder ihr Studium am Klinikum absolvieren, attraktiven und bezahlbaren Wohnraum in unmittelbarer Nähe zu ihrem Ausbildungsort bieten. „Wer jungen Menschen attraktive Perspektiven bieten will, muss auch dafür sorgen, dass Wohnen bezahlbar bleibt“, betonte Finanzminister Lorz. Das neue Wohnheim werde einen wichtigen Beitrag leisten und den Bildungs- und Gesundheitsstandort Fulda nachhaltig stärken. Gerade in Zeiten angespannter Wohnungsmärkte seien verlässliche und bezahlbare Wohnmöglichkeiten für Auszubildende und Studierende von großer Bedeutung.
Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld hob die Bedeutung des Projekts für die Stadt und die Region hervor. Das Klinikum sei eine „geliebte Tochter der Stadt Fulda“, erklärte er. Mit dem neuen Wohnheim entstünden wichtige Perspektiven für junge Menschen und zugleich ein weiterer Baustein für die Zukunft des Gesundheits- und Bildungsstandorts Fulda. „Hier entstehen 173 Wohnplätze für Auszubildende und Studierende. Das ist für das Klinikum, aber auch für die gesamte Stadt und die Region wirklich ein wichtiger Meilenstein“, sagte Wingenfeld. Wohnraum sei vielerorts knapp, insbesondere an Hochschul- und Ausbildungsstandorten. Deshalb sei man „sehr dankbar dafür, dass es gelingen kann, dieses Projekt auch in herausfordernden Zeiten zu realisieren“.
Lorz stellte die Verbindung zwischen Hessentag und nachhaltiger Stadtentwicklung heraus. Jede Hessentagsstadt profitiere langfristig von Investitionen, die ohne das Landesfest oftmals nicht möglich wären. „Der Hessentag bleibt lebendig, weil jede Hessentagsstadt am Ende von einer ganzen Menge neuer Einrichtungen und Investitionen profitiert“, sagte der Minister. Das Wohnheim sei dabei ein Beispiel dafür, wie Projekte angestoßen und beschleunigt werden könnten, die der Stadt dauerhaft zugutekämen. Zugleich verwies Lorz auf die Herausforderungen im Gesundheitswesen. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels sei es wichtig, jungen Menschen gute Rahmenbedingungen zu bieten. Das gelte nicht nur für Ausbildung und Studium, sondern auch für die Wohnsituation.
Auch das Klinikum selbst sieht in dem Bauprojekt einen entscheidenden Schritt für die Zukunft. Vorstandsmitglied Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel sprach von einer wichtigen Investition in die Nachwuchsgewinnung. „Attraktive Bedingungen zu bieten – sowohl was die Ausbildung angeht, aber eben auch, was das Wohnen angeht, das ist für uns ganz besonders wichtig“, sagte Menzel. Das Thema Fachkräftesicherung beschäftige das Klinikum ebenso wie viele andere Einrichtungen im Gesundheitswesen. Mit dem Bau wurde bereits im vergangenen Jahr begonnen. Nach Angaben des Klinikums läuft das Projekt bislang planmäßig. „Wir sind im Zeitplan. Das ist ja vielleicht auch etwas Besonderes“, erklärte Menzel. Ende Juni soll die Kellerdecke betoniert werden, anschließend sollen die Wände folgen. Auch wirtschaftlich befindet sich das Vorhaben auf Kurs. Rund 60 Prozent der Gewerke seien bereits vergeben. „Wir sind auch absolut im Kostenplan. Das ist vielleicht auch bemerkenswert“, sagte Menzel. Für die Unterstützung durch das Land zeigte er sich dankbar: „Wir freuen uns sehr und sind sehr dankbar für die Unterstützung.“
Während in Fulda in den kommenden Tagen also der Hessentag mit tausenden Gästen gefeiert wird, entsteht damit zugleich ein Projekt, das weit über das Landesfest hinaus Wirkung entfalten soll: zusätzlicher Wohnraum für die Fachkräfte von morgen und eine weitere Stärkung des Gesundheitsstandorts Fulda.
