Lokales FD 03.06.2026

Baustart für Feuerwache-Süd rückt näher - Schlossgarten öffnet bald

Fulda (gü) – Das zukünftige Campingareal im Bereich nahe der Fulda-Insel sowie die zukünftige Feuerwache Süd in Zirkenbach waren am Dienstag Thema im Fuldaer Bauausschuss. Zudem wurde in der Sitzung bekanntgegeben, wann der umgestaltete ehemalige jüdische Friedhof an der Ecke Rabanusstraße/Sturmiusstraße und die renovierte Kaisersaal-Terrasse neben dem Stadtschloss eröffnet werden sollen.

Blick aus dem Kurfürstenzimmer auf die Kaisersaal-Terrasse. Fotos: Jasha Günther.

Stadtbaurat Daniel Schreiner stellte die Planungen zum neuen Camping-Angebot vor.

Auf dem Weg zum Bau der Feuerwache Süd wurde der nächste Schritt gemacht. Einstimmig stimmte der Bauausschuss für die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans und den neuen Bebauungsplan. „Wir haben große Hoffnungen, dass wir im Spätsommer mit dem Bau beginnen können“, sagte Ausschussvorsitzender Michael Ruppel (CDU): „Die Erwartungshaltung bei den Wehren ist groß.“ Bereits 2019 beschlossen die Stadtteil-Feuerwehren Johannesberg-Zirkenbach, Harmerz und Istergiesel-Zell ihren Zusammenschluss, dazu braucht es aber einen gemeinsamen Stützpunkt. Auch nachdem ein Standort in der Ortsmitte von Zirkenbach neben dem Bürgerhaus gefunden war, zogen sich die Planungen, unter anderem weil die Zufahrten nochmal verändert und das Nutzungskonzept überarbeitet wurden, wie Ruppel und Stadtbaurat Daniel Schreiner erläuterten. Entstehen wird nun ein zweigeschossiges Gebäude in der Zirkenbacher Straße, das in den Hang hineingebaut wird. Die Ehrenamtlichen können den Hof von hinten über den Röderkreuzweg anfahren, die Einsatzfahrzeuge rücken dann nach vorne aus. Die Ausschussmitglieder blickten nochmal auf vereinzelte der von Anwohnern während der Offenlegung eingebrachte Eingaben. „Wir nehmen die Anregungen sehr ernst“, sagte Schreiner. Der Konsens war aber auch, dass die Feuerwehr nah bei den Leuten sein müsse. Ruppel hob hervor, dass parallel auch schon mit der Ausführungsplanung begonnen worden sei.

Ebenfalls einstimmig, diesmal bei einer Enthaltung von den Linken, wurde für die Aufstellung zur Änderung des Flächennutzungsplans und für die frühzeitige Beteiligung im Bebauungsplanverfahren „Freizeit und Tourismus Am Badegarten“ gestimmt. Schreiner erläuterte, wie eine dauerhafte Nutzung des sensiblen Bereichs an der Fulda und dem Fulda-Kanal, wo es seit der Landesgartenschau einen temporären und provisorischen Wohnmobilstellplatz gibt, als Campingareal baurechtlich möglich gemacht werden kann. Erschlossen werden soll der Bereich, der sich zu beiden Seiten des Fulda-Kanals erstreckt über den vorhandenen Stich der Frankfurter Straße, an dem auch der lidl-Markt liegt, eine zweite Zuwegung gibt es über die Hornungsmühle hinter der Kugelfabrik. Sanitäre Anlagen sollen auf einer Brücke über den Fuldakanal errichtet werden, was eine gute Lösung mit Blick auf die Hochwassergefahr in diesem Bereich sei, wie Schreiner erläuterte. Insgesamt sollen 100 Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen geschaffen werden, die Zahl sei von zunächst anberaumten 80 nochmal erhöht worden, was auch die Wirtschaftlichkeit erhöhe. Eine Zeltwiese, beispielsweise für Radfahrer, die auf dem in unmittelbarer Nähe vorbeilaufenden Fernradweg unterwegs sind, entsteht auf der Fulda-Insel und ist auch über das ehemalige Licht- und Luftbad aus Richtung Aueweiher erreichbar. Wer den neuen Campingplatz betreiben wird sei noch offen. Schreiner beantwortete die Fragen der Ausschussmitglieder beispielweise zum Rückbau der während der Landesgartenschau dort geschaffenen Spiel- und Sportmöglichkeiten, zum Erhalt der öffentlichen Wegeführung und zu einer eventuell zu erwartenden Müllproblematik im Umfeld und nahm Stellung zur Anregung, die Sanitäranlagen allgemein zu öffnen beziehungsweise in diesem Zuge auch öffentliche Toiletten in der Nähe zu schaffen. Allgemein gab es Lob für das Konzept.

Für den Ausschuss war es die erste Arbeitssitzung nach der konstituierenden Sitzung im Mai. Da acht der 13 Mandatsträger neu in dem Gremium waren, hatte Ruppel zunächst eine kurze Vorstellungsrunde vorgeschlagen. Zum Abschluss verkündete er nicht nur die nächsten Sitzungstermine, sondern auch den Eröffnungstermin für den umgestalteten ehemaligen jüdischen Friedhof, der am 8. Juni ist, und für den renovierten Schlossgarten während des Hessentags am 18. Juni. Wie weit die Arbeiten auf der Kaisersaal-Terrasse vorangeschritten sind, war aus den Fenstern des Sitzungsraums zu sehen.