Bereits während der Hessentagswoche wurden viele auf einen neuen Instagram-Auftritt mit dem Namen „musicparc.a66“ aufmerksam. Die dort angegebene Adresse ist dieselbe wie die der ehemaligen Copa. Nun bestätigt sich, was viele bereits vermuteten: Am Freitag, 2. Oktober, feiert der Musicparc A66 seine große Wiedereröffnung.
„Wir haben bereits im vergangenen Jahr mit den damaligen Betreibern gesprochen. Damals hat es zwar noch nicht gepasst, aber der Kontakt ist nie abgerissen. Irgendwann sind wir dann doch zusammengekommen“, erzählt Dirk Mehling (53), einer der neuen Gesellschafter, im Gespräch mit der Osthessen-Zeitung. Für den erfahrenen Gastronomen ist die Übernahme kein Neuland. Seit rund 35 Jahren ist er in der Veranstaltungs- und Clubbranche tätig und betreibt bereits mehrere Objekte. Entsprechend klar ist seine Vorstellung davon, wie sich der Standort künftig entwickeln soll. „Wir gehen vielleicht etwas anders an die Sache heran als unsere Vorgänger. Wir wissen ziemlich genau, was auf uns zukommt. So einen Laden macht man nicht für sich selbst, sondern für die Gäste. Das, was die Gäste wollen, sollen sie auch bekommen.“
Schon der neue Name soll zeigen, dass zwar vieles neu wird, die Wurzeln des Standorts aber erhalten bleiben. Musicparc A66 lehnt sich zum einen an die direkte Lage an der Autobahn an, zum anderen erinnert der Name bewusst an den früheren „Musikpark“, den viele Besucher aus Fulda noch kennen. „Das hat einfach gut gepasst“, sagt Mehling. „So kann man das Thema wieder aufgreifen.“
Bis zur Eröffnung wartet allerdings noch einiges an Arbeit auf die neuen Betreiber. Derzeit laufen vor allem organisatorische Vorbereitungen, ehe in wenigen Wochen die eigentlichen Umbauarbeiten beginnen. Vor allem die Lounge-Bereiche, die Toiletten und die Dekoration sollen deutlich verändert werden. Im Tanzbereich wird dagegen bewusst nicht alles auf den Kopf gestellt. Dort sind lediglich optische Anpassungen sowie möglicherweise Veränderungen an der Lichttechnik geplant. Die bisherige Raucherlounge bleibt erhalten, während der Chill-Bereich komplett neu gestaltet werden soll. „Dort soll man sich künftig auch einmal in normaler Lautstärke unterhalten können. Das wird deutlich gemütlicher als bisher.“
Auch das Konzept soll sich von dem der vergangenen Jahre unterscheiden. Zunächst öffnet der Musicparc A66 regelmäßig samstags. Ab 18 Jahren sollen die Gäste dann in den Club dürfen. Auf dem Programm stehen wechselnde Mottoveranstaltungen und Musik für möglichst viele Altersgruppen. „Wir wollen die breite Masse erreichen. Nach oben gibt es eigentlich keine Altersgrenze. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, wenn Jung und Alt gemeinsam feiern. Gerade 90er-Partys sind dafür ein gutes Beispiel.“ Langfristig seien auch weitere Öffnungstage denkbar, zunächst wolle man den Samstag jedoch etablieren und gemeinsam mit den Gästen wachsen.
Nicht nur innerhalb der Diskothek haben die Betreiber Pläne. Auch der große Parkplatz vor dem Gebäude soll künftig stärker genutzt werden. Bereits im kommenden Sommer könnten dort erste Open-Air-Veranstaltungen stattfinden. „Da steckt viel Potenzial drin“, sagt Mehling. Dass das Interesse an der Wiedereröffnung bereits jetzt groß ist, zeigt die Resonanz in den sozialen Netzwerken. „Mit Fulda direkt vor der Haustür hat der Laden ein enormes Potenzial. Das merken wir schon jetzt. Die Reaktionen auf unseren ersten Beitrag zeigen uns, dass viele darauf gewartet haben, dass es hier weitergeht.“
Hinter dem Musicparc A66 stehen künftig zwei Gesellschafter sowie ein angestellter Geschäftsführer. Bis zum „Big Opening“ am 2. Oktober bleibt noch einiges zu tun. Bereits einen Tag später soll der reguläre Betrieb starten. Nach mehreren Monaten ohne große Diskothek kehrt damit wieder Leben in das ehemalige Copa-Gebäude ein – unter neuem Namen, mit frischem Konzept und dem Ziel, den Partytreff im Süden Fuldas wieder zu einer festen Adresse für Nachtschwärmer aus der gesamten Region zu machen.
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