Lokales FD 26.06.2026

20-jähriges Jubiläum und Abflugparty – Startbahn Fulda feiert

Fulda (st) – Die Arbeitsschule Startbahn der Bürgerstiftung antonius in Fulda feierte am Donnerstag ein großes Fest: Das 20-jährige Jubiläum wurde mit der Entlassung der Absolventinnen und Absolventen, die feierlich ihre Abschlusszeugnisse überreicht bekamen, verknüpft. Zum ersten Mal wurde auch der „Mutmacher-Preis“ an einen ehemaligen Schüler überreicht. 

Foto: Stephanie Trapp.

„Ich freue mich, dass so viele Personen erschienen sind, trotz des heißen Wetters“, empfing Silke Gabrowitsch aus der antonius-Geschäftsführung die zahlreichen Gäste. „Mit Anlauf in ein neues Leben“, wie Gabrowitsch sagte, sei nicht nur ein Slogan, sondern vor allem ein Versprechen. „Ihr liebe Schülerinnen und Schüler startet jetzt in Richtung Ausbildung, Beruf, in Richtung selbstbestimmtes Leben“, richtet die Geschäftsführung an die Absolventinnen und Absolventen. Es waren auch zahlreiche Vertreterinnen der Betriebe gekommen, in denen die Abgänger nun bald ihre Ausbildungen starten, um sie symbolisch in Empfang zu nehmen. In den vergangenen 20 Jahren, haben 450 junge Menschen die Chance genutzt, über die Arbeitsschule den Start ins Berufsleben zu wagen, wie Gabrowitsch erzählte. Ein Viertel davon, habe in regionalen Betrieben eine Ausbildung angefangen. „Die Startbahn ist kein Zufall, sie ist ein wirtschaftliches Konzept“, hob Gabrowitsch hervor.  Das Anliegen ist, den Übergang in das Berufsleben mit den Jugendlichen mit Beeinträchtigung gemeinsam zu gestalten und so zu ermöglichen, dass jeder sein Potenzial entfalten kann.

Zum Jubiläum überreichte Michael Konow, Hauptgeschäftsführer der IHK Fulda, eine entsprechende Urkunde. „Unser Dank gilt natürlich der Startbahn und all denjenigen, die sich hier über Jahre, Jahrzehnte engagiert haben“, so Konow. Auch Harald Persch, stellvertretender Amtsleiter des staatlichen Schulamts Fulda, lobte: „Was Sie hier machen ist, den Schülerinnen und Schülern wirklich gute Perspektiven zu geben.“

Im Anschluss bekamen 29 Schülerinnen und Schüler aus den Bereichen Gastronomie/Lebensmittelverarbeitung, Hauswirtschaft/Soziales, Landwirtschaft/Gartenbau und Handwerk/Lagerlogistik ihre Abschlusszeugnisse überreicht. „29 junge Erwachsene, die in den letzten drei Jahren viel geleistet haben, ihr seid über euch hinausgewachsen“, sagte Schulleiterin Claudia Müller-Elskamp. Im Anschluss an die Zeugnisvergabe wurde der „Mutmacher-Preis“ an Sebastian Mitrega überreicht. Er ist mittlerweile im zweiten Ausbildungsjahr bei der Firma Kümmel in Maberzell. Zuvor war er drei Jahre bei der Startbahn und hat in dieser Zeit verschiedene Praktika gemacht. Zuerst wollte er in die Lagerlogistik, dann habe er aber schnell Gefallen an der Garten- Landschaftspflege gefunden. Die Idee sei von einer Lehrerin, wie er erzählte. „Ich war dort gewesen und ich hatte Spaß dabei gehabt“, so Mitrega.

Zum Schluss bedankte sich Stadträtin Susanne Jobst, im Namen des Oberbürgermeisters. „Ich habe mich an meine Kinder erinnert, als die ihre Zeugnisse bekommen haben, die haben ähnlich gestrahlt“, sagte Jobst und fügt hinzu: „Ich denke hier wird alles richtig gemacht.“ Sie finde es toll, dass die Schule eine gelebte Gemeinschaft sei. Jobst bedankte sich bei den Lehrkräften für das Engagement und die Geduld, aber auch bei den Schülerinnen und Schülern und den Eltern. Sie wünschte allen viel Spaß auf dem Fest, was mit tosendem Applaus bestätigt wurde.