Anzeige 11.06.2026

2. Liga - Paderborn darf weiter träumen von Aufstieg

Paderborn (pm(rg) - Am letzten Spieltag der Saison 2025/26 hat der SC Paderborn 07 den Traum vom Bundesliga-Aufstieg lebendig gehalten. Mit einem 2 :0-Sieg beim SV Darmstadt 98 im Böllenfalltor klettert der SCP auf den dritten Tabellenplatz — und darf nun in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg alles geben. Paderborn darf weiter von der Bundesliga träumen, und das zu Recht.

Foto: Pixabay

Parallel zu diesem Ergebnis spielte Hannover nur 3 :3 gegen den 1. FC Nürnberg, nachdem die Nürnberger in der 83. Minute noch ausglichen. Diese Konstellation bescherte Paderborn den entscheidenden Vorsprung. SV Elversberg besiegelte mit einem 3 :0 gegen Preußen Münster den erstmaligen Bundesliga-Aufstieg — Paderborn hingegen muss noch kämpfen, für den dritten Aufstieg nach 2014 und 2019. Die Relegationsspiele gegen Wolfsburg sind terminiert: Hinspiel am Donnerstag, dem 21. Mai, um 20 :30 Uhr in Wolfsburg — Rückspiel am Pfingstmontag, dem 25. Mai, um 20 :30 Uhr in der Home Deluxe Arena in Paderborn.

Seimen hält den Aufstiegstraum am Leben

Dennis Seimen war schlicht der Mann des Spiels. Ohne ihn wäre dieses Ergebnis nicht möglich gewesen — das ist keine Übertreibung, das sind Fakten. Darmstadt erarbeitete sich eine xGoals-Quote von 2,70 gegenüber 2,03 bei Paderborn, hatte also statistisch die besseren Chancen. Trotzdem verlor der SVD mit 0 :2. Der Grund? Ein Torwart in Topform.

Die Darmstädter drängten bereits früh: In der 4. Minute traf Isac Lidberg den linken Innenpfosten — das wäre fast die Führung für den Gastgeber gewesen. Danach folgten Parade auf Parade: Killian Corredor scheiterte in der 25. Minute aus dem Halbfeld, einen Doppelpass mit Marco Richter in der 26. Minute parierte Seimen erneut. Richter verfehlte das rechte Eck in der 27. Minute nur um Zentimeter, und in der 42. Minute hielt Seimen einen wuchtigen Abschluss desselben Spielers.

In der zweiten Halbzeit wurde es noch dramatischer. Corredor tauchte in der 48. Minute alleine vor dem Keeper auf — Seimen machte sich groß und parierte. Sein spektakulärster Moment kam in der 72. Minute: Ein starker Reflex gegen Lidberg aus nur drei Metern, dann nochmals blitzschnell unten beim zweiten Versuch. Marco Richter stand mit 20 Gegenpressings als Most Pressed Player der Begegnung in den Statistiken — doch Seimen ließ sich davon nicht beeindrucken. Auch im Bereich Sportwetten Vergleich hätte diese Partie wegen ihrer Intensität für Aufmerksamkeit gesorgt.

Elfmeter, Latte und das 2 :0 in der Nachspielzeit

Schiedsrichter Badstübner zeigte in der 60. Minute auf den Punkt: Sergio López kam gegen Jonah Sticker zu spät. Eine glasklare Entscheidung. Filip Bilbija trat an — und knallte den Ball in der 62. Minute an die Unterkante der Latte. Kein Tor. Ein Moment, der die Nerven der Paderborner Fans auf die Probe stellte.

Trainer Ralf Kettemann, mit 39 Jahren einer der jüngsten Coaches in der Liga, reagierte sofort. In der 63. Minute wechselte er doppelt: Marino und Ruben Müller raus, Steffen Tigges und Sven Michel rein. Die Wechsel veränderten das Spiel.

Kai Klefisch traf in der 73. Minute den Querbalken mit einem Schuss aus 30 Metern — auch das kein Tor für Darmstadt. Dann, in der 89. Minute, die Entscheidung: Tigges legte mit der Hacke in den Lauf von Bilbija, der quer zu Sven Michel passte. Michel schob ein — 0:2. Endstand.

Zum Vergleich: Das erste Tor von Stefano Marino in der 6. Minute hatte lediglich eine Torwahrscheinlichkeit von 13 Prozent. Mattes Hansen schickte ihn in die Tiefe, Aleksandar Vukoti? grätschte ins Leere, und Marino schob ins kurze Eck. Niedrige Wahrscheinlichkeit, maximale Wirkung.

Was Paderborn jetzt braucht, um den Aufstieg zu holen

Kettemann strahlte nach dem Abpfiff, sagte aber auch ehrlich: „Ich verspüre eine große Freude, aber auch eine gewisse Müdigkeit nach einem solchen Spiel." Das ist die Wahrheit dieser Saison in einem Satz. Der Weg war lang — und er ist noch nicht zu Ende.

Paderborn hat in dieser Spielzeit gezeigt, dass es gegen starke Gegner bestehen kann. Der 5 :2-Heimsieg gegen Hertha BSC am 22. Februar 2026 — mit Toren von Nick Bätzner und Ruben Müller — bewies Offensivstärke. Das 2 :2 gegen Karlsruhe zeigte aber auch, dass Konstanz nicht immer selbstverständlich ist.

Für die Relegation gegen Wolfsburg gelten folgende Faustregeln:

  • Das Auswärtsspiel in Wolfsburg erfordert Disziplin und ein stabiles Defensivverhalten
  • Seimens Form muss gehalten werden — er ist das Fundament dieser Mannschaft
  • Die Offensivwechsel wie Michel und Tigges haben ihre Wirkung bewiesen
  • Paderborn muss früh treffen — Tore in den ersten Minuten setzen Gegner unter Druck

Frankly: Wolfsburg ist kein Selbstläufer, aber Paderborn hat in dieser Saison bewiesen, dass es auch in schwierigen Momenten die Nerven behält. Wer einen Elfmeter an die Latte steckt und trotzdem gewinnt, hat das Zeug für solche Duelle. Der Traum vom dritten Bundesliga-Aufstieg ist real — und verdient.