Lokales FD 24.06.2026

125 Jahre Wigbertschule Hünfeld – „Ort des Lebens und Lernens“

Hünfeld (st) – Das 125-jährige Jubiläum der Wigbertschule in Hünfeld, wurde am Dienstag von der gesamten Schulgemeinschaft bei einem Festakt gefeiert. In Reden blickten unter anderem Schulleiterin Sandra Möllers, Schüler und Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok in die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft der Schule sowie auf ihre eigenen Erfahrungen.

Foto: Stephanie Trapp.

Unter musikalischer Begleitung des Schulblasorchesters und Schulchors wurden die Gäste in Empfang genommen. „Wir feiern nicht nur ein Datum, sondern die Schule, die die Menschen zu denen gemacht hat, die sie heute sind“, begann Möllers ihre Rede. Bildung sei mehr als nur Wissen, nämlich auch Empathie. Bürgermeister Benjamin Tschesnok hieß auch alle Anwesenden herzlich Willkommen. Er sei selbst Schüler dort gewesen und stolz auf Schule und Schullandschaft. Es sei von großer Bedeutung für Hünfeld, dass es diese Schullandschaft gebe. Er empfinde eine starke Verbundenheit zur Schule. „Alles Gute. Auf die nächsten Jahrzehnte“, beendet Tschesnok seine Rede.

Landrat Bernd Woide blickte auf die Geschichte der Schule zum Beispiel auf die Anfänge im Rathaus. Er sehe die Schule nicht nur als Gebäude, sondern als Möglichkeit sich als Mitglieder in der Gesellschaft zu entwickeln. „Vielen Dank für das Engagement über die 125 Jahre“, sagte er an das Kollegium gewandt. Christian Pießnack, Dezernent des staatlichen Schulamts, sagte, er empfinde die Schule als Ort, der geprägt wurde von Menschen, die Verantwortung übernehmen und die Schule mit Leben füllen. Er finde es super, dass durch das vielfältige Angebot für jeden neue Perspektiven geöffnet werden und die Kinder und Jugendlichen auf das Leben nach der Schule vorbereitet werden. „Das ist ein Ort des Lebens und Lernens und das ist ein guter Grund, um Danke zu sagen“, so Pießnack. Studienseminarleiter Thomas Busold gratulierte zum Jubiläum, auch er war selbst auf der Schule. „Seit 1967 ist die Wigbertschule Ausbildungsschule unseres Studienseminars“, erzählte Busold. „Ich bin dankbar für die große Offenheit, für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die Verlässlichkeit als Partner“, richtet Busold seine Worte an die Schulleiterin.

Als Vorstand des Schulelternbeirates sprach Yvonne Romeis. Die Schule sei ein Ort, wo gelacht werde und Freundschaften geschlossen werden. „Die Schule soll auch in Zukunft ein Ort sein, wo man sich wohlfühlt“, sagte Romeis. Auch Steffen Diegmüller, Vorstand des Fördervereins, ist stolz auf die Schule. Er finde es schön, dass der Verein die Schule finanziell unterstützen könne. Zuletzt konnten 10.000 Euro für Projekte bereitgestellt werden, wie zum Beispiel für die Neuanlegung eines Pflanzbeets. Mit einer musikalischen Einlage des Orchesters und einer sportlichen Darbietung wurden die Grußworte beendet.

In der Festrede wurden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beleuchtet. Dazu hatten sich Oberstudienrat Dr. Leonhard Hering, zwei Schüler der Schülervertretung, der stellvertretende Schulleiter Matthias Leibold und Schulleiterin Möllers zusammengetan. Hering erzählte zum Beispiel etwas über die Vergangenheit der Wigbertschule, die er mitbekommen hat, als er selbst noch Schüler dort war und wie es sich über die Jahre verändert hat. Seine Erinnerungen brachte viele Gäste zum Lachen. Die Schüler erzählten ihre Geschichten aus der Gegenwart. Sie berichteten unter anderem, dass sie gelernt hätten mit neuen Situationen umzugehen. Als Beispiel nahmen sie die Rede selbst: Sie hätten nicht gewusst, was sie sagen sollten, weshalb sie andere Schüler um Hilfe gebeten hätten. Sie seien stolz auf ihre Schulgemeinschaft. In die Zukunft durfte das Publikum mit Leibold und Möllers blicken. Sie empfinden die Schule als Ort der Begegnung, was er auch in Zukunft bleiben soll. Für sie sei wichtig, dass der Ort in Zukunft nicht nur digitaler werde, sondern vor allem menschlicher. „Die Schule wird nicht für junge Menschen gestaltet, sondern mit jungen Menschen“, so Möllers.

Zum Abschluss bedankte sich die Schulleiterin bei allen, die an der Feierlichkeit mitgewirkt haben, aber vor allem bei den Schülern. „Danke für euer Lächeln im Zeichen des Wohlfühlens“, sagte Möllers an die anwesenden Schülerinnen und Schüler gewandt. Aber auch einen großen Dank an das Kollegium sprach sie aus: „Sie sind einfach fantastisch.“

Wigbertschule feiert Jubiläum. Fotos: Stephanie Trapp.