Lokales FD 06.07.2026

Zwischen Gottesdienst und Kultur: Uganda-Tag begeistert – Fotos

Fulda (jah) – Ein Stück Ostafrika mitten in Fulda: Mit einem vielfältigen Programm hat die Stadtpfarrei am Sonntag zahlreiche Besucher zum Uganda-Tag eingeladen. Zwischen Gottesdienst, landestypischen Speisen und persönlichen Berichten wurde nicht nur die Kultur Ugandas erlebbar – auch das Engagement für ein besonderes Hilfsprojekt rückte in den Mittelpunkt.

Fotos: Janosch Hensel

Den Auftakt bildete ein Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche, bevor im Haus der Kirche ugandische Spezialitäten, Gegrilltes und Getränke serviert wurden. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, neue Geschmäcker kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Am Nachmittag standen dann eindrucksvolle Einblicke in das Leben und den Glauben in Uganda im Fokus.

Pfarrer John Paul Jjumba, der seit vielen Jahren regelmäßig in den Sommermonaten nach Fulda kommt und hier die Urlaubsvertretung von Stadtpfarrer Stefan Buß übernimmt, berichtete von seiner Arbeit in seiner Heimat. Besonders im Mittelpunkt stand dabei die von ihm gegründete Julina-Schule in Mityana, die gehörlosen Kindern Bildung und Perspektiven bietet.

Unterstützt wurde sein Bericht von Dr. Björn Hirsch, der gemeinsam mit Steffen Jahn (Referent Weltkirche des Bistums Fulda) im vergangenen Herbst selbst vor Ort war. Hirsch machte deutlich, wie wichtig die Verbindung zwischen Fulda und Uganda inzwischen geworden ist: „Die Idee war, einen Tag wie in Uganda zu gestalten und den Menschen hier die Kultur ein Stück näherzubringen.“

Die Julina-Schule betreut aktuell rund 120 gehörlose Kinder, die dort nicht nur schulisch gefördert werden. „Die Kinder werden bis zur sechsten Klasse unterrichtet und lernen zusätzlich praktische Fähigkeiten – etwa Nähen, Schreinern oder das Friseurhandwerk, damit sie gut auf das Leben vorbereitet sind“, erklärte Hirsch, Referent für pastorale Innovation im Bistum Fulda. Auch die Unterstützung aus Fulda habe in den vergangenen Jahren viel bewirken können: „Es konnten zum Beispiel eine Mauer um das Schulgelände gebaut oder landwirtschaftliche Flächen erschlossen werden – mit Ziegen und Hühnern zur Selbstversorgung.“

Die Verbindung zwischen Fulda und Uganda ist dabei auch persönlich gewachsen. Hirsch kennt Pfarrer Jjumba seit vielen Jahren: „Wir haben zusammen studiert und sind seitdem eng befreundet.“ Über diese Kontakte sei schließlich auch die Zusammenarbeit mit dem Bistum Fulda und weiteren Unterstützern entstanden. Neben Einzelspendern engagieren sich unter anderem das Bistum Fulda, die Stiftung „Gutes Miteinander“ sowie der Verein Makadi für das Projekt. Beim Uganda-Tag wurde deutlich, wie stark dieses Netzwerk inzwischen trägt – und wie groß das Interesse an der Arbeit vor Ort ist.

Zum Abschluss richtete sich der Blick bereits in die Zukunft: Für das kommende Jahr ist eine Reise nach Uganda geplant. Interessierte können sich bereits jetzt unverbindlich vormerken lassen. „Wir planen eine Exkursion mit etwa 15 Personen und möchten bei einem Infoabend alle wichtigen Details vorstellen“, sagte Hirsch. Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail an kontakt@gutes-miteinander.de wenden. Der Uganda-Tag zeigte eindrucksvoll, wie lebendig internationale Partnerschaft gelebt werden kann – und wie Begegnung, Information und gemeinsames Erleben Menschen über Kontinente hinweg verbinden.

Uganda-Tag im Haus der Kirche in Fulda. Fotos: Janosch Hensel