Tennis 11.07.2026

Wimbledon – Zverev stürmt ins Finale – Doppelpack zum Greifen nah

London (sim) – Alexander Zverev hat Tennis-Geschichte geschrieben und steht erstmals im Wimbledon-Finale. Der Deutsche setzte sich im Halbfinale souverän gegen Lokalmatador Arthur Fery durch und greift damit nur wenige Wochen nach seinem Triumph bei den French Open nach dem nächsten Grand-Slam-Titel.

Foto: Pixabay.

Zverev beendete das britische Märchen von Arthur Fery mit einem überzeugenden 7:6 (7:0), 6:2 und 6:4-Erfolg. Vor einer stimmungsvollen Kulisse auf dem Centre Court bewies der Weltranglisten-Dritte auch in den entscheidenden Momenten seine Klasse. Nachdem der erste Satz noch hart umkämpft war und erst im Tiebreak entschieden wurde, übernahm Zverev anschließend immer mehr die Kontrolle über die Partie.

Für Fery endete damit eine außergewöhnliche Wimbledon-Reise. Der Brite war mit einer Wildcard ins Turnier gestartet und hatte sich völlig überraschend bis ins Halbfinale gespielt. Der Traum vom ersten britischen Wimbledon-Sieger seit Andy Murray 2016 ist damit geplatzt.

Für Zverev dagegen geht das nächste Kapitel seiner Karriere weiter. Der Hamburger steht zum fünften Mal in seiner Karriere in einem Grand-Slam-Finale und erreicht erstmals das Endspiel im All England Club. Zudem wird er am Montag den verletzten Carlos Alcaraz als Nummer zwei der Weltrangliste ablösen.

Nach seinem ersten Grand-Slam-Titel bei den French Open vor wenigen Wochen kann Zverev nun sogar Historisches schaffen: Sollte er auch Wimbledon gewinnen, wäre er erst der 14. Spieler in der Tennisgeschichte, dem der Titel-Doppelpack aus French Open und Wimbledon innerhalb weniger Wochen gelingt.

Im Finale wartet der italienische Weltranglistenerste Jannik Sinner, der sich mit 6:4, 6:4 und 6:4 gegen den serbischen Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic behauptet hat. Für Zverev steht unabhängig vom Gegner bereits fest: Er hat die Chance, als erster deutscher Wimbledon-Sieger im Herren-Einzel seit Michael Stich 1991 in die Geschichte einzugehen und er ist am Montag neuer Weltranglistenzweiter.