Karolína Muchová zog nach einem packenden Halbfinale erstmals in ihrer Karriere in das Wimbledon-Finale ein. Die Tschechin rang die US-Amerikanerin Coco Gauff mit 6:2, 1:6 und 7:6 (12:10) nieder und bewies in den entscheidenden Momenten die stärkeren Nerven. Nach einem dominanten ersten Satz kämpfte sich Gauff eindrucksvoll zurück und erzwang einen hochdramatischen Entscheidungssatz. Dort wechselte die Führung mehrfach, ehe Muchová den Match-Tiebreak mit 12:10 für sich entschied und nach 2:35 Stunden jubeln durfte.
Für Muchová ist es das zweite Grand-Slam-Finale ihrer Karriere nach den French Open 2023. Die 29-Jährige setzt damit ihre beeindruckende Rasensaison fort. Bereits vor Wimbledon hatte sie das WTA-Turnier in Bad Homburg gewonnen und feierte nun ihren zehnten Sieg in Serie auf Rasen.
Im zweiten Halbfinale ließ Linda Nosková nichts anbrennen. Die 21-jährige Tschechin besiegte die Ukrainerin Marta Kostyuk mit 6:4 und 6:4 und steht erstmals in ihrer Karriere in einem Grand-Slam-Finale. Über weite Strecken entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, doch Nosková nutzte ihre Chancen konsequenter und schlug in den entscheidenden Momenten zu. Für die junge Tschechin ist es der bislang größte Erfolg ihrer Karriere.
Damit kommt es am Samstag zu einem rein tschechischen Wimbledon-Finale zwischen Karolína Muchová und Linda Nosková. Nach Petra Kvitová (2011 und 2014), Markéta Vondroušová (2023) und Barbora Krej?íková (2025) wird damit erneut eine Spielerin aus Tschechien den Titel auf dem heiligen Rasen gewinnen.
Im Herren-Doppel verpassten Kevin Krawietz und Tim Pütz den Einzug ins Endspiel. Das deutsche Spitzendoppel unterlag Marcelo Arévalo aus El Salvador und dessen kroatischem Partner Mate Pavi? mit 6:7 (8:10) und 2:6. Vor allem der knapp verlorene erste Satz erwies sich als Knackpunkt der Partie. Nach dem verlorenen Tiebreak übernahmen Arévalo und Pavi? die Kontrolle und ließen den Deutschen kaum noch Möglichkeiten. Für Krawietz und Pütz platzte damit der Traum vom ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel.
