Struff erwischte gegen den Polen Hubert Hurkacz keinen guten Start und verlor die ersten beiden Sätze mit 3:6 und 6:7 (5:7). Der Deutsche fand zunächst nicht zu der starken Form der vergangenen Runden, kämpfte sich aber mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie. Nach dem gewonnenen dritten Satz (7:6/7:2) drehte Struff das Match endgültig und glich mit 7:5 zum 2:2 nach Sätzen aus. Im entscheidenden Durchgang verletzte sich Hurkacz im Rücken- beziehungsweise Seitenbereich und war sichtbar eingeschränkt. Beim Stand von 2:4 musste der Pole schließlich aufgeben. Die Verletzung schmälert allerdings nicht Struffs starke Aufholjagd nach einem Zwei-Satz-Rückstand. Im Viertelfinale wartet nun entweder der Weltranglistenerste Jannik Sinner aus Italien oder der japanische Qualifikant Shintaro Mochizuki, der als Überraschungsmann das Achtelfinale erreicht hat.
Auch Novak Djokovic steht in der Runde der letzten Acht. Der Serbe setzte sich gegen den Qualifikanten Roman Safiullin mit 7:6 (8:6), 6:3, 4:6 und 6:3 durch. Der erste Satz war hart umkämpft, Safiullin hatte sogar Satzbälle, doch Djokovic zeigte einmal mehr seine Klasse. Im zweiten Durchgang hielt der Außenseiter das Niveau hoch, während Djokovic in den entscheidenden Momenten eiskalt blieb. Im dritten Satz kämpfte sich Safiullin mit zwei Breaks zurück und verkürzte, ehe Djokovic im vierten Satz den Sack zumachte.
Sein Viertelfinalgegner wurde zwischen Felix Auger-Aliassime und Alejandro Davidovich Fokina ermittelt. Der Kanadier setzte sich nach 4:26 Stunden mit 6:7 (4:7), 7:6 (8:6), 6:3, 6:7 (2:7) und 6:1 durch. Davidovich Fokina, der nach seinem Turniersieg auf Mallorca mit viel Selbstvertrauen nach Wimbledon gereist war, hatte während der Partie immer wieder Probleme mit dem linken Fußknöchel.
Bei den Damen setzte sich das Favoritensterben fort. Weltranglistenerste Aryna Sabalenka unterlag der Japanerin Naomi Osaka mit 2:6 und 6:7 (2:7). Osaka bestätigte damit ihre starke Rasenform und revanchierte sich zugleich für die Niederlage im Achtelfinale der French Open.
Besonders beeindruckend: Die Japanerin ließ während der gesamten Partie kein Break zu. Nach dem Aus von Elena Rybakina und Iga Swiatek sind damit die drei bestplatzierten Spielerinnen der Weltrangliste ausgeschieden.
Jessica Pegula verhinderte dagegen das nächste Topfavoriten-Aus. Die US-Amerikanerin und Nummer vier der Welt setzte sich nach verlorenem ersten Satz noch mit 4:6, 6:3 und 6:1 gegen ihre Landsfrau Iva Jovic durch.
