Vor der stimmungsvollen Kulisse des Centre Courts entwickelte sich zunächst ein hochklassiges Finale auf Augenhöhe. Beide Spieler überzeugten mit starken Aufschlagspielen und ließen im ersten Satz keine Breakchance zu. Im Tiebreak behielt Zverev die Nerven, wehrte zwei Satzbälle ab und sicherte sich den Durchgang mit 9:7.
Auch der zweite Satz blieb lange völlig ausgeglichen. Erneut dominierten die Aufschläger das Geschehen, ehe diesmal Sinner im Tiebreak deutlich zulegte und mit 7:2 zum Satzausgleich kam.
Mit zunehmender Spieldauer übernahm der Italiener immer mehr die Kontrolle. Sinner agierte druckvoll von der Grundlinie, variierte sein Spiel geschickt und zwang Zverev immer häufiger zu Fehlern. Im dritten Satz gelang dem Weltranglistenersten schließlich das entscheidende Break, das ihm die 2:1-Satzführung einbrachte.
Im vierten Durchgang hielt Zverev zunächst dagegen, doch beim Stand von 3:3 nutzte Sinner seine Chance zum ersten Break des Satzes. Anschließend brachte der Italiener seinen Vorsprung souverän ins Ziel und verwandelte nach knapp vier Stunden seinen Matchball zum Wimbledon-Triumph.
Für Zverev endet damit dennoch ein starkes Turnier. Er erreichte erstmals in seiner Karriere das Finale des Rasenklassikers und war der erste deutsche Wimbledon-Finalist seit Boris Becker 1995. Nach seinem Triumph bei den French Open verpasste der Hamburger zwar den historischen Grand-Slam-Doppelschlag, bestätigte mit dem Finaleinzug aber eindrucksvoll seine starke Form.
