Lokales FD 18.07.2026

Viel Verkehr im Münsterfeld – CDU im Dialog mit Anwohnern

Fulda (gü) – Ein echter Dialog entwickelte sich am Freitag bei der CDU-Sommerbegehung im Münsterfeld. Es wurde unter anderem über die hohe Verkehrsbelastung und die Parkprobleme tagsüber, den derzeit gesperrt Fußgänger-Durchgang von der Carl-Schurz-Straße zur Windhorststraße und die Zuwegungen zum neuen Wertstoffhof, der zwischen dem Münsterfeld und Maberzell gebaut wird, gesprochen.

Foto: Jasha Günther.

Es waren einige Anwohner zum Treffpunt an der Ecke Carl-Schurz-Straße/Kettelerstraße gekommen. Sie berichteten der CDU-Fraktion von gefährlichen Situationen und anderen Problemen, die dadurch entstünden, dass zum einen einfach viel Verkehr in dem Viertel herrsche, zum anderen tagsüber viele Autos von Menschen, die in dem Viertel arbeiten oder eine Schule besuchen, in den Straßen parken würden. Dadurch werde es so eng, dass die Müllautos teilweise nicht mehr durch kämen. Zudem beklagten die Anwohner, dass durch die Baustelle zur Erweiterung der Antonius-von-Padua-Schule aktuell der Fußweg zwischen der Carl-Schurz-Straße und der Windhorststraße gesperrt und der alternative Durchgang in der Kolpingstraße schon seit längerer Zeit durch einen Bauzaun blockiert sei.

„Das sind Herausforderungen, die sich in allen hochverdichteten Arealen gleichen“, sagte Bürgermeister Dag Wehner und zeigte die Vor- und Nachteile von Veränderungen der Gegebenheiten – zum Beispiel einer von Anwohnern vorgeschlagenen Einbahnstraßenregelung oder der Parkraumbewirtschaftung – auf. Unternehmer Peter Uth, der auch für die IG Münsterfeld sprach, thematisierte den eigentlich mehr einem Trampelpfad gleichenden Radweg, der hinter den Bahngleisen an der Kleingartenanlage vorbei zur Maberzeller Straße führt. Dieser sei dunkel und münde in ein Schotterbett und sei so nicht sehr nutzerfreundlich, obwohl auch viele Arbeitnehmer mittlerweile mit dem Fahrrad ins Münsterfeld kommen würden.

Auch das Thema Spielplätze brachten die Anwohner mehrfach ein – in Bezug auf eine mögliche Aufwertung der Anlagen und mit Blick auf die Altersgrenzen. Wehner zeigte die möglichen Konsequenzen auf, wenn Kinderspielplätze zu Jugendtreffpunkten werden. Marlene Strahlberg, Mitarbeiterin des Jugendclubs Münsterfeld, konkretisierte, dass es nicht ein Kinderspielplatz sein müsse, es aber gut wäre, wenn das Quartier auch einen durchgängig zugänglichen Ort im Freien hätte, an dem sich Jugendliche aufhalten könnten, denn das könne der Jugendclub nicht leisten.

Ein weiteres Thema, über das Wehner informierte war der Fortschritt bei der Sanierung der Brüder-Grimm-Schule – eine Maßnahme, die „ganz harmlos“ mit einer Fassadensanierung und dem Austausch der Fenster begonnen habe. Dann sei immer mehr zutage getreten: undichte Flachdächer, sanierungsbedürftige Sanitäranlagen und so werde seit mittlerweile zwei Jahren im laufenden Betrieb saniert – kostenpunkt für das Maßnahmenpaket insgesamt knapp 11,5 Millionen Euro. Aktuell in den Ferien seien die Mensa und die Küche an der Reihe. Auch gab der Bürgermeister einen kleinen Ausblick auf die derzeit in Planung befindlichen Unterkunft für Menschen in schwierigen Wohnsituationen, die in der Steubenallee entstehen soll.

Im Anschluss gingen alle gemeinsam zur Münsterfeldallee. In deren Verlängerung wird aktuell eine der Zuwegungen zum neuen Wertstoffhof gebaut. Thomas Hering, Stadtverordneter und Landtagsabgeordneter, beleuchtete die verschiedenen Wege, auf denen der Wertstoffhof erreichbar sein werde und stellte in Aussicht, dass es möglicherweise auch irgendwann eine weitere Verbindung direkt zur B254 geben könnte. Er konnte die Sorgen der Bürger, dass der Verkehr mehr werde, nachvollziehen, sagte aber auch, dass es das Problem überall gebe: „Jeder will wohin, aber keiner will den Verkehr haben.“ Quer durchs Münsterfeld ging es dann zum Biergarten Stadtblick auf dem antonius-Gelände, wo der Abend mit weiteren Gesprächen ausklang.

CDU unterwegs in Münsterfeld. Fotos: Jasha Günther.