Fußball 27.07.2026

U19-Leistungsvergleich – Hallescher FC gewinnt – JSG hält stark mit

Flieden (sim) – Hochklassiger Nachwuchsfußball, zahlreiche Talente und zufriedene Organisatoren: Der erstmals ausgetragene U19-Leistungsvergleich in Flieden hat am Samstag auf ganzer Linie überzeugt. Am Ende setzte sich der Hallesche FC im Finale mit 2:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth durch und sicherte sich den Turniersieg. Platz drei ging an den 1. FC Schweinfurt 05, nachdem Energie Cottbus nicht zum Spiel um Rang drei antrat.

JSG Flieden/Schweben. Foto: Verein.

Für Organisator Kevin Muth stand allerdings weniger der sportliche Sieger im Vordergrund als vielmehr die gelungene Premiere des Turniers. „Generell hat es mega Spaß gemacht, war aber auch mega aufwendig“, sagte Muth. Rund sechs Monate Vorbereitung steckten hinter dem Leistungsvergleich. „Das war das größte Projekt, das ich in meinem Leben gemacht habe. Jede Woche kam ein Stück dazu.“

Besonders zufrieden zeigte sich Muth mit dem organisatorischen Ablauf. „Organisatorisch lief es nahezu zu 100 Prozent.“ Einen großen Anteil daran hätten Daniel Reith sowie Tobias Herbert gehabt. „Daniel Reith hat enorm viel dazu beigetragen. Tobias Herbert hat als Co-Trainer vieles koordiniert. Wir drei haben teilweise bis spät in die Nacht zusammengesessen.“

Auch zahlreiche Helfer aus den eigenen Reihen sorgten dafür, dass das Turnier reibungslos verlief. „Unsere Jungs haben super mitgezogen. Nach zehn Stunden Fußball haben sie noch abgebaut und überall mit angepackt.“ An allen drei Spielfeldern sei zudem für die Verpflegung gesorgt worden.

Die Resonanz der teilnehmenden Nachwuchsleistungszentren sei durchweg positiv ausgefallen. „Wir haben von vielen Teams Rückmeldungen bekommen und die waren wirklich positiv. Das ist für uns das Wichtigste.“ Für Muth ist das Projekt deshalb noch längst nicht abgeschlossen. „Für mich ist das Turnier noch nicht vorbei. Jetzt geht es erst einmal in die Nachbereitung.“ Gleichzeitig blickt er bereits nach vorne. „Mein Plan ist natürlich, das zeitnah noch einmal zu machen. Ich würde mich freuen, wenn wir in Flieden weiterarbeiten dürfen.“

Auch sportlich zog der Organisator ein positives Fazit – insbesondere mit Blick auf die gastgebende JSG Flieden/Schweben. „Wir sind als Underdog gegen Mannschaften angetreten, deren Spieler teilweise mehrmals pro Woche trainieren. Davor habe ich großen Respekt.“ Umso stolzer sei er auf die Leistung seiner Mannschaft gewesen. „Die Jungs können ganz viel Selbstvertrauen daraus ziehen. Sie haben gegen solche Gegner sensationell gespielt und die Spiele immer brutal eng gehalten.“ Besonders wichtig sei gewesen, dass sich die Mannschaft nicht ausschließlich auf das Verteidigen beschränkt habe. „Wir wollten uns nicht einfach nur hinten reinstellen.“

Den Turniersieg sicherte sich schließlich der Hallesche FC, der sich im Endspiel mit 2:0 gegen Greuther Fürth durchsetzte. Für Muth kam der Erfolg nicht überraschend. „Halle hat genau das gemacht, was sie schon vorher ausgezeichnet hat. Sie haben sehr unangenehm gespielt, vorne einen großen Zielspieler gehabt, dazu zwei technisch starke Spieler und hinten kompromisslos verteidigt.“ Viele Beobachter hätten Fürth zwar als spielstärkste Mannschaft des Turniers gesehen, „aber Halle hat einfach hervorragend dagegengehalten.“ Besonders gefreut habe ihn der Jubel der Sieger. „Man hat gesehen, wie sehr sich die Jungs über den Turniersieg gefreut haben.“

Für die Organisatoren bleibt damit vor allem die Erkenntnis, dass sich die monatelange Arbeit gelohnt hat. „Ein Ziel war für mich, das Turnier so zu rocken, wie wir es am Ende gerockt haben“, sagte Muth. „Und ich glaube, das ist uns gelungen.“